Wiener NEOS fordern mehr Primärversorgungseinheiten in der Stadt

Wien (OTS/RK) - Medizinische Primärversorgungseinheiten müssten in jedem Wiener Stadtentwicklungsgebiet geschaffen werden – das und mehr hat NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz gefordert, um den „Versorgungsengpass“ im Wiener Gesundheitssystem zu lösen. Die medizinische Versorgung in Wien sei Wiederkehr zufolge gefährdet: Seit dem Jahr 2010 gebe es einen Rückgang bei Kassenärztinnen und -ärzten und eine „beträchtliche Zunahme“ bei den WahlärztInnen. Besonders auffällig sei diese Entwicklung in den Bereichen Kinder- und Jugendheilkunde sowie Gynäkologie. Das führe zu einer finanziellen Mehrbelastung für die Wienerinnen und Wiener, vor allem für Frauen und Eltern. Wiederkehr forderte: Die niedergelassenen Stellen in Wien, insbesondere die Zahl der KassenärztInnen, müssten mit dem Bevölkerungswachstum der Stadt steigen, und nicht sinken.

Die momentane Situation in Wien führe zu einem „Mehrklassen-Gesundheitssystem“, kritisierte Wiederkehr. Die Kassen seien jedoch nicht bemüht, das medizinische Versorgungssystem in Wien zu verbessern. „Alle Wiener sollen eine qualitativ hohe, wohnortnahe medizinische Versorgung erhalten“, sagte Wiederkehr. Neben dem Ausbau und der gemeinsamen Finanzierung der Primärversorgungseinheiten in Wien forderte er unter anderem: die Verschmelzung aller Kassen mit dem Wiener Landesgesundheits-Fonds zur „Finanzierung aus einer Hand“; eine Umschichtung von finanziellen Mitteln aus den Spitälern in den niedergelassenen Bereich; die Ausweitung der WGKK-Verträge auf sämtliche Wiener VertragsärztInnen; ein stärkerer Fokus in der ärztlichen Ausbildung auf den niedergelassenen Bereich; eine Wahlarztkostenrückerstattung, wenn das vertragsärztliche Angebot nicht wohnortnah vorhanden ist.

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