Rotes Kreuz entsendet Österreicher nach Mosambik: Cholera breitet sich aus, Ernährungssicherheit ist gefährdet.

Drei Wochen nach dem Zyklon Idai wird die Nothilfe weiter verstärkt – auch mit Cash-Transfer-Programmen.

Wien (OTS) - 111.000 zerstörte Häuser, mehr als 600 Tote und 1.600 Verletzte: Das ist die traurige Bilanz des Zyklons Idai, der am 14. März Mosambik traf – und die Opferzahlen steigen weiter. Der Bedarf nach sauberem Wasser, Sanitäranlagen, medizinischer Versorgung und besserer Hygiene ist weiterhin groß und Malaria und Durchfallerkrankungen breiten sich aus. Die hoch ansteckende Cholera bedroht zehntausende Menschen: Es gibt bereits 3.100 bestätigte Fälle. Die Arbeit der Helfer ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Um das Schlimmste zu verhindern, laufen Impfkampagnen und das Rote Kreuz nimmt diese Woche 16 Stationen in Betrieb, an denen Cholera-Patienten salzige Trinklösung zur Rehydrierung erhalten. „Zugleich verstärken wir die Aufklärung in den Gemeinden“, sagt der 40-jährige Imre Siska, der als Delegierter des Österreichischen Roten Kreuzes ab Mittwoch eine internationale Einheit verstärkt, die sich um Sanitäreinrichtungen, Abwasser, Müll, Bekämpfung von Krankheitsüberträgern und Hygienemaßnahmen für 20.000 Menschen kümmert. „Wir versorgen die Menschen mit Wasser und Hygieneprodukten“, sagt Siska. „Zum Beispiel mit Seife, Handtüchern und abwaschbaren Binden für die Frauen. Und wir verdeutlichen ihnen, dass grundlegende Hygiene wirklich Leben rettet.“

Weil das Wasser 715.000 Hektar Getreidefelder zerstört hat – das ist ungefähr die Größe des Bundeslandes Salzburg – wird sich die Nahrungsmittelknappheit in der Region verschärfen. Zusätzlich droht durch das Klimaphänomen El-Niño im Lauf des Jahres eine extreme Trockenheit.

Das Rote Kreuz ist neben der UN und staatlichen Behörden eine der größten operativen Hilfsorganisationen im Land und mit sieben Schnelleinsatzgruppen und hunderten Freiwilligen des Mosambikanischen Roten Kreuzes im Einsatz. Die Regierung von Mosambik hat nun auch den Einsatz von Cash-Transfer-Programmen genehmigt, die den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben und den lokalen Markt wieder ankurbeln.

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Das Rote Kreuz bittet um Spenden:


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Österreichisches Rotes Kreuz, Medienservice
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