FP-Seidl ad U-Kommission: Wehsely putzt sich ab

Ex-Stadträtin bestreitet politische Verantwortung für den Bauskandal

Wien (OTS) - In der gestrigen Befragung zeigte sich Ex-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely angriffslustig gegenüber der Vorsitzenden und den Mitgliedern der U-Kommission. "Wenn man bedenkt, dass der Spitalsriese am Ende des Tages 1,5 Milliarden Euro verschlingen wird ist ihre Aussage, dass sie alles wieder so machen würde, schlimm", so der Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Wolfgang Seidl. Politische Verantwortung für den Milliardenskandal übernimmt Wehsely nach wie vor keine. "Die zahlreichen Missstände, die reihenweise aufgetreten sind, hätte sie demnach nicht zu verschulden", ärgert sich der Freiheitliche über die dreisten Aussagen der Zeugin. Katastrophal waren vor allem Wehselys Personalentscheidungen, wobei die ehemalige Stadträtin den Mobbingvorwurf von Ex-Generaldirektor Wilhelm Marhold nicht erklären konnte.

Interessant war auch Wehselys Umgang mit Informationen zum Bau. Dinge, die nicht an die Öffentlichkeit dringen durften, da sie der Stadt schaden hätten können, wurden so lange geheim gehalten, bis man sie nicht mehr weiter vertuschen konnte. "In diesem Zusammenhang wäre es spannend zu erfahren, was noch im Geheimen liegt und die Steuerzahler nicht erfahren dürfen", fasst Seidl die Aussage Wehselys zusammen. Die ehemalige Gesundheitsstadträtin überraschte mit ihrer Aussage, dass die den einstigen Bürgermeister Häupl regelmäßig über das Chaos informiert hätte. "Dieser behauptete allerdings, dass er viele Details zum Bauskandal erst aus der Zeitung erfahren hätte", erinnert Seidl an die Aussagen des Bürgermeisters. Einer der beiden dürfte also Probleme mit dem Erinnerungsvermögen haben. "Wir Freiheitlichen werden uns weiter für die lückenlose Aufklärung des milliardenschweren Skandals einsetzen", schließt Seidl. (Schluss) akra

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