„Ohrfeigen abgeholt“ - Klasnic bekennt sich weiter zu Gewalt an Kindern

Wien (OTS) - Mit Fassungslosigkeit reagierte die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt auf die fortgesetzte Uneinsichtigkeit von Waltraud Klasnic. Diese hat in einem aktuellen DATUM-Interview nicht nur zugegeben, ihre Söhne als Kinder geschlagen zu haben, sondern das auch verharmlost: ("flotte Detschn, es war ja nicht Gewalt") https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190404_OTS0002.

Von der Tageszeitung Österreich nun nach ihrer Gewalterziehungsmethode befragt, sagt sie: "Die Ohrfeige haben sie sich wirklich abgeholt. Ich werde mich für meine Erziehung nicht rechtfertigen. Meine Kinder sind ordentliche Menschen geworden."

Heftige Kritik

Kritik dafür gab es zuletzt auch an Nicole Werdenigg, die sich gegen sexuelle Gewalt im ÖSV einsetzt. Werdenigg bezeichnet Ohrfeigen als psychische und physische Gewalt. "Wenn Klasnic als Leiterin einer Opferschutzkommission Jahrzehnte danach von Ohrfeigen als probatem Erziehungsmittel spricht, drückt das für mich aus, dass sie die Macht der Gewalt an Kindern nicht verstanden hat", so Werdenigg. "Auch eine Ohrfeige ist Gewalt in der Erziehung und damit nicht zu bagatellisieren", sagt etwa Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin des Kinderschutzzentrums “Die Möwe” im aktuellen Standard.

Und Rechtsanwalt Roman Schiessler zitiert aus dem AGBG (§137): "Eltern haben das Wohl ihrer minderjährigen Kinder zu fördern, ihnen Fürsorge, Geborgenheit und eine sorgfältige Erziehung zu gewähren. Die Anwendung jeglicher Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig.”

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