Bäume vs Parkplätze für Autos – Rodung im Skigebiet Mönichkirchen ist Schildbürgerstreich des Monats

Helga Krismer: „Klimakatastrophe ist beim Land NÖ noch nicht angekommen“

Das Land NÖ ist hier gefragt, sich für eine Lösung im Sinne der geplagten BürgerInnen von Mönichkirchen einzusetzen. Die Gemeinde könnte mit einem alternativen Zubringersystem wie Elektrobusse von den Bahnhöfen zur Vorzeigegemeinde im NÖ Tourismus werden. Das Land NÖ muss umdenken und darf nicht die Natur gegen die Menschen stellen
Helga Krismer

St. Pölten (OTS) - In der niederösterreichischen Tourismusgemeinde Mönichkirchen soll für den Skibetrieb eine weitere neue Parkfläche mit 246 Auto-Stellplätzen (lt. Betreiber für wenige Wochenende und Feiertage im Winter notwendig) für den Wintertourismus entstehen. Dafür werden demnächst 1,2 Hektar Wald gerodet. Grüne Landessprecherin Helga Krismer: „In Zeiten der Klimakatastrophe für ein Skigebiet um die 1000 m Seehöhe einen Wald für Parkplätze zu opfern, ist keine Politik der Zukunft und daher für uns ein Schildbürgerstreich. Das Skigebiet sollte sich als Alleinstellungmerkmal Gäste vor allem aus Wien mit Bahn, Skibussen und Shuttleservice und Skiboxen zur Lagerung vor Ort anlocken. Die klimabedingte Veränderung rechtfertigt keine weiteren Parkplätze. Es braucht eine politische Entscheidung, da die Bergbahnen-Betreibergesellschaft dem Land Niederösterreich gehört. Wir werden einen Antrag im Land einbringen, damit sich Mönichkirchen als Tourismusgemeinde zeitgemäß mit der Natur statt gegen die Natur entwickelt.“

Ein weiterer Parkplatz mit nur einer Zufahrt durch den Ort bedeutet für den Luftkurort und gesunde Gemeinde Mönichkirchen eine massive zusätzliche Verkehrsbelastung als Durchzugsort und stößt verständlicherweise auf lokalen Widerstand der Bevölkerung und auch einiger Tourismusbetriebe, die auch die Kapazitätsgrenzen des Skigebietes kennen. Eine Online-Petition hat nun schon über 1300 Unterschriften erhalten. Eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern bläst ins selbe Horn: „Es braucht eine klimaschonendere und ortfreundlichere Lösung für den Ort wie z.B. einen Shuttle-Dienst und nachhaltigere Investitionen in den sanften Sommer- und Wintertourismus der Zukunft. Das Land NÖ ist hier gefragt, sich für eine Lösung im Sinne der geplagten BürgerInnen von Mönichkirchen einzusetzen. Die Gemeinde könnte mit einem alternativen Zubringersystem wie Elektrobusse von den Bahnhöfen zur Vorzeigegemeinde im NÖ Tourismus werden. Das Land NÖ muss umdenken und darf nicht die Natur gegen die Menschen stellen.“

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