AK Präsidentin fordert: „Jetzt den Papamonat umsetzen!“

EU-Parlament stimmt über Work-Life-Balance-Richtlinie ab

Wien (OTS) - Die EU sieht in ihrer neuen Work-Life-Balance-Richtlinie als Mindestmaß einen Anspruch auf zehn Tage Auszeit für Väter nach der Geburt vor. In dieser Zeit soll es eine Geldleistung geben. In Österreich gibt es für einen Monat einen „Familienzeitbonus“ in der Höhe von nur 700 Euro, die noch dazu vom Kinderbetreuungsgeld für Väter wieder abgezogen werden. Außerdem gibt es keinen Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber und keinen Kündigungsschutz. Aus der AK Arbeitsrechtsberatung wissen wir, dass viele Väter den Familienzeitbonus darum gar nicht erst in Anspruch nehmen.

AK Präsidentin Renate Anderl fordert daher: „Die Regierung soll den Papamonat jetzt rasch umsetzen! Es braucht einen echten Einkommensersatz statt nur 700 Euro, die hinten beim Kinderbetreuungsgeld für die Väterkarenz wieder abgezwickt werden. Und es braucht einen Rechtsanspruch und Kündigungsschutz gegenüber dem Arbeitgeber. Die zehn Tage, die in der EU-Richtlinie vorgesehen sind, sollen auf einen Monat ausgeweitet werden. Das ist in einem wirtschaftlich reichen Land wie Österreich leistbar.“

Der Papamonat soll es Vätern bzw. Lebenspartnerinnen ermöglichen, in der ersten Zeit nach der Geburt bei Kind und Mutter zu bleiben. Das ist einerseits der Wunsch von immer mehr Vätern. Andererseits ist der Papamonat auch ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Denn bisher übernehmen Frauen den Großteil der Kinderbetreuung.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
ChefIn vom Dienst
+43 1 50165 12565
presse@akwien.at
https://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001