Weltgesundheitstag: Kinder in Armut besonders krankheitsanfällig

Wohlfahrtsstiftung des Samariterbundes hilft kranken Kindern aus einkommensschwachen Familien

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April erinnert der Samariterbund daran, dass Menschen, die in Armut leben, wesentlich öfter krank sind als der Rest der Bevölkerung. Laut Statistik Austria (2018) leben in Österreich 14,4 Prozent der Bevölkerung mit einem Einkommen, das unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. In der Gruppe der Kinder und Jugendlichen (bis 19 Jahre) sind 18 Prozent armutsgefährdet. Diese Gruppe ist also zu einem noch höheren Anteil von Armut betroffen als die Gesamtbevölkerung. Das bedeutet in konkreten Zahlen, dass in Österreich 324.000 Kinder und Jugendliche (bis 19 Jahre) armutsgefährdet sind. In dieser Bevölkerungsgruppe verbreitet sich lt. Statistik Austria die Armutsgefährdung schneller als in anderen Gruppen.

Armutsgefährdete Kinder werden chronisch Kranke von morgen

"Jedes fünfte Kind lebt in Armut oder Armutsgefahr – und das hat massive Auswirkungen auf die Gesundheit", so ASBÖ-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller. Denn derartig belastende Lebenssituationen ziehen Folgen nach sich: Einfache Grundbedürfnisse wie die Wohnung warm halten, gesunde Mahlzeiten, Kleidung kaufen oder notwendige Arzt- oder Zahnarztbesuche können nicht wahrgenommen werden. Aus Angst vor Jobverlust werden kranke Kinder in die Schule geschickt. Kinder und Jugendliche, die in armen Verhältnissen leben, zählen zu den chronisch Kranken von morgen. "Armut führt zu Scham, psychischer Belastung, negativem Stress, Ohnmacht und sozialer Isolation. Dadurch sind die betroffenen Kinder in der Schule weniger leistungsfähig, erzielen später ein niedrigeres Einkommen und können schlechter für ihre eigenen Kinder sorgen", verdeutlicht Hundsmüller den Teufelskreislauf.

"Fürs Leben" hilft, wenn andere nicht mehr helfen

"Entgegen dem Bild der "Sozialschmarotzer", das leider häufig von den Medien transportiert wird, schämen sich arme Menschen oft, Sozialleistungen, die ihnen zustünden, in Anspruch zu nehmen", erklärt Hundsmüller. Leidtragende sind vor allem die Kinder. Der Samariterbund gründete aus diesem Grund 2006 die Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben", die es sich zum Ziel gesetzt hat, armen Kindern im Falle einer Krankheit zu helfen, wenn öffentliche wie auch private Leistungsträger keinerlei finanzielle Hilfe mehr leisten.

Samariterbund bittet um Unterstützung

Die notwendigen Mittel für die Stiftung werden über Spenden, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Sponsoren aufgebracht. Sämtliche Anträge an die Stiftung werden von einem Komitee anerkannter Ärzte geprüft. "Es sind kleine, aber sehr gezielte Hilfen, die im Einzelfall sehr viel bewirken, sodass ein junges Leben und eine Entwicklung gesünder und schöner verlaufen können", appelliert Hundsmüller an die Solidarität der ÖsterreicherInnen.

Spendenkonto:
Samariterbund Wohlfahrtsstiftung "Fürs Leben"
IBAN: AT11 2011 1890 8909 9200
BIC: GIBAATWWXXX
Spendenzweck: „Fürs Leben“

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