NEOS zu AK-Wahl: Niedrige Wahlbeteiligung sollte Anlass zum Umdenken sein

Gerald Loacker: „Es ist doch selbsterklärend, dass sich kein Mensch um eine Interessensvertretung schert, der er nie aus eigenem Willen beigetreten ist.“

Wien (OTS) - Die AK-Wahlen sind, mit einer Ausnahme, in allen Bundesländern geschlagen. Den meisten werden sie wohl vor allem aufgrund der mageren Wahlbeteiligung in Erinnerung bleiben. Aus diesem Anlass fordert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker einmal mehr eine Umstrukturierung der Kammern - weg vom Zwang und hin zur Freiwilligkeit. „Spätestens jetzt ist klar: Die Zwangsmitgliedschaft hat sich überlebt. Ein mit großem Werbeaufwand erkauftes Mini-Plus bei der Wahlbeteiligung in Wien von vier Prozent in den letzten fünf Jahren ist zwar lieb, aber trotzdem keine Steigerung, mit der man hausieren sollte. Wenn langfristig dermaßen wenig Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den AK-Wahlen teilnehmen, dann ist das der beste Beleg dafür, dass die Arbeiterkammer für die Mehrzahl der Menschen keine Relevanz hat und sich diese nicht vertreten fühlen. In einem freien und demokratischen Land sollte jeder das Recht haben, selbst zu entscheiden, ob er einer Interessensvertretung angehören möchte oder nicht“, sagt der NEOS-Sozialsprecher.

Dies gelte für die meisten Kammern: „Wir NEOS fordern schon lange eine sinnvolle Reform und das Ende des Kammerzwangs. Damit die Umstellung für alle verträglich gestaltet wird, soll die Reform damit beginnen, dass alle bisherigen Mitglieder ihre Mitgliedschaft behalten, bis sie austreten. Neue Berufsangehörige sollen jedoch nicht mehr automatisch Mitglied werden. Ihnen obliegt dann die freie Wahl, sich für oder gegen eine Mitgliedschaft entscheiden zu können“, führt Loacker aus.

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