SPÖ Bauern: Menschen statt Hektar

Sucher, Thaler: Arbeit der Landwirte muss gefördert werden, nicht Grundbesitz!

Klagenfurt (OTS) - „Im Schwerpunkt landwirtschaftlicher Subventionen muss der Mensch mit seinem Arbeitsplatz stehen. Förderungen müssen sich am tatsächlichen Arbeitsaufwand orientieren und nicht an der Größe und Fläche der Betriebe“, stellte SPÖ Landesgeschäftsführer Andreas Sucher, anlässlich der gestern, Montag, abgehaltenen Landeskonferenz der SPÖ Bauern klar. Bgm. KR Johann Thaler und sein Team stellte sich der Wiederwahl und wurde mit 84,09 Prozent als Vorsitzender der SPÖ Bauern bestätigt. Einleitende Worte zur Landeskonferenz kamen von Kärntens Naturschutzreferentin LR.in Sara Schaar.

„Wir stehen nicht für Agrarflächen, sondern für die Menschen, die dafür sorgen, dass ihre Höfe, die Landschaft und Natur erhalten bleiben“, betonte Thaler und weiter: „Unser Motto lautet: Menschen satt Hektar! Wir müssen dafür arbeiten, dass sich die Förderungspolitik vom Großbetrieb, hin zu den regionalen Betrieben ändert“, so Thaler.

„Derzeit werden hart arbeitende Bäuerinnen und Bauern mit einem Butterbrot abgespeist, während Großkonzerne mit ihrer industriell orientierten Produktion Millionen lukrieren können. Förderungen müssen sich am tatsächlichen Arbeitsaufwand orientieren und nicht an der Größe und Fläche der Betriebe!“, führt Sucher weiter aus, der darauf verweist, dass regionale landwirtschaftliche Produkte von hoher Qualität natürlich auch einen höheren und vor allem sorgfältigeren Arbeitseinsatz erfordern. „Wollen wir etwa wirklich weiterhin die industrielle Tierhaltung fördern, die Tiere zu anonymer Ware macht, oder wollen wir den Kleinbauern fördern, der jedes seiner Tiere beim Namen kennt?“

„Qualität statt Quantität und die Förderung nach sozialen, ökologischen und regionalen Gesichtspunkten. Wenn bereits einmal durch Menschen in die Natur eingegriffen wurde, haben auch die Menschen die Verantwortung, das erneut zu tun, sofern Lebensbereiche in Gefahr sind. Der Kreislauf der Natur und die Nahrungskette sind elementare Lebensbereiche unserer Gesellschaft, die es zu schützen gilt“, führte auch LR Sara Schaar aus.

Andres Sucher verwies in diesem Zusammenhang auf das erfolgreiche Glyphosat-Verbot in Kärnten als „einen Wegweiser für den zukünftigen Umgang mit unserer Natur- und Kulturlandschaft. Alles was wir an Gift in den Boden werfen, nehmen wir über die Nahrung wieder zu uns. Darum ist es umso wichtiger die Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen, die verantwortungsvoll und nachhaltig wirtschaften – Qualität und Unbedenklichkeit im Vordergrund stellen und nicht Gewinnmaximierung.“

Die Landwirtschaft muss im Netzwerk von Ernährung, Tier-, Umwelt- und Naturschutz sowie der nachhaltigen Sicherung unserer Kulturlandschaft gesehen werden. Die Landwirtschaft ist nicht nur der Erzeuger gesunder Nahrungsmittel, sie ist auch ein Garant für Lebensqualität und gesunder Umwelt.

Eine Agenda, die die SPÖ Kärnten selbstverständlich auch auf europäischer Ebene verankern will. „Klimaschutz, Nahrungsmittelsicherheit, nachhaltiger Landschafts- und Bewirtschaftungsschutz – hier bedarf es nicht nur treffenderer Förderungen, sondern auch europaweiter Regelungen und Auflagen, auf die wir uns als Produzenten und Konsumenten verlassen können“, so SPÖ Landesgeschäftsführer Sucher.

„Landwirtschaft geht uns alle an – denn Landwirtschaft und Ernährung beeinflussen unser Leben und alle Lebewesen in fast allen vitalen Lebenslagen. Deshalb muss die Zukunft der Bäuerinnen und Bauern gesichert werden: Indem die Arbeit gefördert wird und nicht der Grundbesitz“, so Sucher und Thaler abschließend. (Schluss)



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