„kulturMontag“ über Little Britain in Wien, Brit-Fotografin Alison Jackson und neue „Tote Hosen“-Doku

Außerdem: „Dorfer spricht mit Friedrich Achleitner“

Wien (OTS) - Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 1. April 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich anlässlich des politischen Brexit-Debakels u. a. mit der britischen Community in Wien und ihren Ansichten, weiters stellt die Sendung die britische Fotografin und Videokünstlerin Alison Jackson ins Rampenlicht, die u. a. für ihre humorvollen Royals-Inszenierungen mit Doppelgängern bekannt ist, und bittet „Tote Hosen“-Sänger Campino – neuerdings britischer Staatsbürger – anlässlich eines neuen Tour-Dokumentarfilms zum Interview. Anschließend an das Magazin ist die Aufzeichnung „Dorfer spricht mit Friedrich Achleitner“ (23.30 Uhr) in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Architekten und Dichter zu sehen.

Little Britain in Wien – Die britische Community vor dem nahenden Brexit

In Österreich leben rund 11.000 Britinnen und Briten. Im Falle eines ungeregelten Brexits würden diese ihr Aufenthaltsrecht verlieren. Für den „kulturMontag“ Anlass für einen Streifzug durch die britische Community in Wien: Welche Ängste und Hoffnungen haben sie in Bezug auf den Brexit? Wie geht es danach für sie weiter? Und wie hat sie das Leben in Österreich geprägt? Kulturschaffende und Intellektuelle sprechen über Chancen, Schwierigkeiten und mögliche neue Wege, die das Vereinigte Königreich gehen könnte. Zu Wort kommen u. a. Fremdenführer Eugene Quinn, der sich eine humorvolle „Brexit-Tour“ durch Wien ausgedacht hat, oder FM4-„Morning Show“-Moderator Stuart Freeman sowie die Pulitzer-preisgekrönte Regisseurin Joanna Godwin-Seidl.

Celebrity Culture – Die Leibfotografin der (Doppelgänger-)Royals

Für ihre täuschend echten, skurrilen wie ironischen Inszenierungen der Royal Family ist die britische Fotografin und Videokünstlerin Alison Jackson international bekannt. Frei von jeglichen Tabus und mit jeder Menge britischem Humor nimmt sie Promis oder Politiker gerne auf die Schaufel und beschert mit deren Doppelgängern geballtes Amüsement à la Großbritannien. Aber nicht nur die Briten bekommen bei der 49-jährigen Fotografin ihr Fett ab. So kann man z. B. George W. Bush bei Schießübungen betrachten, bei denen die Porträts von Wladimir Putin und Hillary Clinton als Zielscheiben dienen, oder Rock-Urgestein Mick Jagger beim Bügeln zusehen. Mit Dianas Tod fing für Alison Jackson alles an, als sie damals noch am Royal College of Art in London studierte. Sie beobachtet dieses außergewöhnliche Phänomen, als ganz Großbritannien weinte, obwohl keiner Lady Di kannte. Seit damals beschäftigt sich Jackson intensiv mit dem Thema Voyeurismus und dem Celebrity-Kult, der zu einer Art Volksreligion geworden ist.

Im Rausch der Leidenschaft – auf Doku-Tour mit den Toten Hosen

Die Toten Hosen zählen längst zu den wichtigsten Bands Deutschlands. Die 1982 gegründete Gruppe mit Wurzeln im Punkrock hat kein Problem damit, dass sie mehr und mehr im Mainstream ankommt. Im Gegenteil:
Die Hosen sind glücklich über die breite Mischung ihres Publikums. Denn den Menschen, die inzwischen aus allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen kommen, gehe es weniger um einen Hit, sondern die Haltung dahinter. Mit welcher Kraft und Leidenschaft die Düsseldorfer heute unterwegs sind, stellt der Dokumentarfilm „Weil du nur einmal lebst“ unter Beweis. Was hält die kultige Band nach so vielen Jahren noch zusammen und wie sieht ihr Erfolgsprinzip aus? All das wollte Regisseurin Cordula Kablitz-Post erkunden. Sieben Monate war sie mit den Hosen unterwegs – ob in großen Stadien oder kleinen Clubs, beim „#wirsindmehr-Konzert“ gegen Rechts in Chemnitz oder bei Auftritten in Argentinien. Herausgekommen sind ein intensiver Konzertfilm und ein intimes Band-Porträt, das ein authentisches Bild der Musiker zeigt. Anlässlich der Wien-Premiere gibt Mastermind Campino alias Andreas Frege im „kulturMontag“-Interview Einblicke in das Innenleben einer der erfolgreichsten Bands des deutschen Sprachraums und erzählt, warum er seit Neuestem britischer Staatsbürger ist.

„Dorfer spricht mit Friedrich Achleitner“ (23.30 Uhr)

Er zertrümmerte Klaviere und konventionelle Vorstellungen von Sprache und Poesie. 45 Jahre lang arbeitete er an seinem mehrbändigen Opus Magnum „Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert“, in dem er Bauwerke von Vorarlberg bis Wien sprachmächtig vermaß. 89-jährig ist Friedrich Achleitner am Mittwoch in Wien gestorben. In Gedenken an den Architektur-Doyen zeigt der ORF ein 2008 aufgezeichnetes Gespräch mit Alfred Dorfer. In seinem Atelier sinnierte Achleitner über seine leicht „schizophrene“ Existenz als Architekt und als Schriftsteller, über unfreiwillig komische Architektur und darüber, wenn Monumentales „in die Hose geht“.

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