Förderung für Hemayat im Wiener Gemeinderat beschlossen

Wien (OTS) - Im Wiener Gemeinderat wurde am Donnerstag eine erhöhte Subvention für den Verein „Hemayat“ beschlossen. Die Stadt Wien unterstützt den Verein, der traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern mit Betreuung hilft, bereits seit vielen Jahren finanziell. Für das Jahr 2019 wird die Unterstützung der Integrationsabteilung der Stadt aufgrund des hohen Bedarfs von 30.600 auf 80.600 Euro erhöht.

„Der Bedarf an Betreuung, psychologischer und psychotherapeutischer Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge und Folteropfer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Verein Hemayat leistet hier als Betreuungszentrum enorm wichtige Arbeit. Eine Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit trägt dazu bei, die individuelle und soziale Situation von traumatisierten Flüchtlingen und Folteropfern zu verbessern. Hemayat bietet vielen Menschen genau die Hilfe, die es braucht, um Integration zu ermöglichen“, betont Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky.

"Der Verein Hemayat unterstützt seit Jahrzehnten Menschen bei der Bewältigung von Kriegs-, Folter- und Fluchterfahrungen. Es ist eine herausfordernde Arbeit, Menschen zu helfen, das erlebte Leid zu verarbeiten und sie durch die Trauer zu begleiten. Es ist eine langwierige, aber auch eine nachhaltige Arbeit, durch die das Trauma der einen Generation nicht an die nächste weiter gegeben wird. Dieser wichtige gesellschaftliche Beitrag braucht auch klare politische Unterstützung. Dafür steht die Stadt Wien", ergänzt Landtagsabgeordnete Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin der Grünen Wien.

Die Subvention für den Verein wurde in der gestrigen Sitzung des Gemeinderates mit den Stimmen von SPÖ, Grünen, NEOS und ÖVP beschlossen. „Erschreckend waren die Wortmeldungen der Freiheitlichen, die mit Menschenverachtung und Zynismus traumatisierten Menschen den Bedarf an psychologischer Betreuung absprechen“, kritisieren Czernohorszky und El-Nagashi. „Wer nicht einmal davor zurückschreckt, Kriegs- und Folteropfer zu verhöhnen, hat jeden Anstand verloren.“

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