NEOS Salzburg: Kopfschütteln über Äußerungen der AK Salzburg zum neuen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz

Salzburg (OTS) - Mit Kopfschütteln reagiert der Bildungssprecher der NEOS, Dr. Sebastian Huber, auf die Äußerungen von Vertretern der AK Salzburg zum neuen Salzburger Kinderbildungs- und betreuungsgesetz in der heutigen Ausgabe der Salzburger Nachrichten. "Die AK macht einmal mehr Parteipolitik als verlängerter Arm der SPÖ. Es ist unfassbar, wie ein gutes Gesetz, das ohne weiters als großer Schritt hin zu besserer Kinderbetreuung im Land Salzburg bezeichnet werden kann, schlechtgeredet wird. Landesrätin Klambauer hat rasch und hochwertig zustande gebracht, was seit Jahren versucht worden war. Nun werden 4,4 Millionen Euro mehr in die Hand genommen - ein großer, erster Schritt in dieser Regierungsperiode", fasst Huber zusammen.

Der Gesetzesentwurf inklusive Erläuterungen kann auf der Homepage des Landtages eingesehen werden und befindet sich dort bis 10. April in öffentlicher Begutachtung.

Hier eine Liste der Verbesserungen:


Allgemein

  • Harmonisierung Kindergarten und Tagesbetreuung
  • Neue Systematik (Gliederung nach Themen, nicht mehr nach Betreuungsformen)
  • Einheitliche Form der Bewilligung
  • Einheitliche Raumerfordernisse in den Betreuungsformen
  • Fachliche Anstellungserfordernisse in der Tagesbetreuung werden erhöht

Für Kinder

  • Klare Orientierung am Wohl des Kindes
  • Pädagogische Qualität wird weiterentwickelt
  • Verankerung einer inklusiven Pädagogik als durchgängiges Prinzip
  • Kindgerechtes und gesundes Mittagessen in allen ganztägigen Einrichtungen

Für die Arbeit der KindergartenpädagogInnen und MitarbeiterInnen

  • Deutliche Verbesserungen für PädagogInnen der Tagesbetreuung (Krabbelstube, Alterserweiterte Gruppen) durch Harmonisierung mit dem Kindergarten
  • Einheitliche Regelung der Vorbereitungszeit in den Betreuungsformen (bis 16 Plätze sind 4 + 1 Stunden Vorbereitungszeit, ab 17 Plätze 6 + 2 Stunden)
  • Qualitätsverbesserung durch Anhebung der Leitungszeit (je Gruppe 1,5 Stunden, ab der 5. Gruppe 50% Freistellung, ab der 6. Gruppe Freistellung)
  • Qualitätssicherung durch klare Festlegungen zur pädagogischen Arbeit: Bildungs-auftrag, Bildungs- und Entwicklungsdokumentation, Bildungsrahmenplan, Sprach-förderung
  • Teamgespräche (8 Stunden pro Jahr)
  • Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität: Fortbildungsverpflichtung für alle Betreuungsformen, verpflichtende Zusatzschulungen für pädagogische Fachkräfte ohne Kindergartenpädagogik-Ausbildung

Für Eltern

  • Aufnahme in Einrichtungen wird erleichtert: zusätzlich zur Berufstätigkeit der Eltern auch nachweisliche Arbeitssuche, Ausbildung, Pflege naher Angehörige
  • Flexible Angebote in den Ferien werden ermöglicht
  • Unterstützung der Eltern durch Elternservicestellen (Forum Familie)
  • Mitsprache- und Mitwirkungsrechte der Eltern in allen Betreuungsformen werden verankert (Elternbeirat)
  • Verankerung der Bildungspartnerschaft (ua Entwicklungsgespräche)
  • Bessere Öffnungszeiten durch Neuregelung der Randzeiten

Gemeinden

  • Auftrag der Gemeinden wird präzisiert
  • Planungstool des Landes steht allen Gemeinden zur Verfügung
  • Bedarfsplanung und -deckung (Maßnahmenplan) werden verankert

Rechtsträger (privat und öffentlich)

  • Flexibler Personaleinsatz in Randzeiten und damit werden verlängerte Öffnungszei-ten leichter möglich
  • Flexibilität bei Raumnutzung
  • Klare Differenzierung zwischen Aufsichtsbehörde und Beratung
  • Tageseltern: Genehmigung und Aufsicht durch die Landesregierung statt wie bisher durch die Bezirkshauptmannschaften

Rückfragen & Kontakt:

Landtagsklub NEOS Salzburg
Christoph Ammerer
Leitung Kommunikation
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