„Gwendolyn“: "dokFilm“-Premiere des berührenden Porträts einer ungewöhnlichen Frau und Kämpferin

Am 31. März um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Eine bewegende „dokFilm“-Premiere präsentiert ORF 2 am Sonntag, dem 31. März 2019, um 23.05 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Gwendolyn“ von Ruth Kaaserer. Die im Vorjahr bei der Diagonale mit dem Franz-Grabner-Preis als beste Kinodoku ausgezeichnete Produktion ist das berührende Porträt der gegen ihre Krebserkrankung kämpfenden Gewichtheberin, Anthropologin und gebürtigen Österreicherin Gwendolyn Leick – einer beeindruckenden, außergewöhnlichen Frau, die sich ohne Furcht den Herausforderungen ihres Lebens stellt. „Gwendolyn“ ist auch ein Film über das Älterwerden, das Überschreiten von Grenzen und Möglichkeiten – und letztendlich über eine große Abenteurerin.

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Gwendolyn ist Mitte 60, 52 Kilo leicht – und dreifache Weltmeisterin im Gewichtheben. Trotz einer schweren Krebserkrankung will sie sich noch einmal einen Titel holen. Dabei unterstützen sie ihr liebevoller Trainer Pat, ihr Sohn Joseph und ihr um 20 Jahre jüngerer Mann Charlie.
Gwendolyn Leick ist von zarter Statur, so fragil wirkt sie, als könne sie kaum einem Lufthauch standhalten. Und dann macht sie einen eleganten Ausfallschritt und schwingt ein Gewicht triumphierend in die Luft. Ein Siegerlächeln entkommt ihr dabei nicht, eine Krebserkrankung führte zu Gesichtslähmungen: „Ich weiß, ich werde nie wieder lächeln können. So ist es eben“, sagt sie dazu völlig mitleidlos. Ihr Anthropologiestudium – Spezialgebiet: babylonische Flüche – führte die gebürtige Österreicherin in den 1970er Jahren nach London, wo sie sich dauerhaft niederließ. Im Alter von 52 Jahren betrat sie erstmals einen Sportclub für Gewichtheber. Die wachsende Leidenschaft für den Männersport gipfelte in drei Weltmeistertiteln. Allein diese außergewöhnliche Zweitkarriere neben der akademischen Laufbahn wäre eine Dokumentation wert, doch Filmemacherin Ruth Kaaserer legt Schritt für Schritt die scheinbaren Widersprüche einer faszinierenden Frau frei und lässt ihr doch ihre Geheimnisse.

Erst kürzlich pensioniert, lebt die elegante ältere Dame mit ihrem Sohn Joseph im 16. Stock eines modernen Hochhauses im Osten Londons. Wenn sie nicht gerade eine wissenschaftliche Arbeit schreibt oder mit ihren Hanteln trainiert, arbeitet sie an einem Buch über ihre Großmutter, die als eine der ersten Frauen Medizin studiert hat. Oder sie kocht gemeinsam mit ihrem um 20 Jahre jüngeren Mann und verbringt viel Zeit mit ihrem Sohn.
Dem Leben wie ihrer Krankheit steht sie völlig unaufgeregt gegenüber. Anstatt sich aus gesundheitlichen Gründen zu schonen, plant sie ihr Comeback als Gewichtheberin. An der Seite ihres Trainers Pat macht sie sich für die Europameisterschaft in Aserbaidschan fit. Dort wird sich zeigen, ob sie weiterhin im Spitzensport mithalten kann.

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