- 28.03.2019, 12:22:03
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Regner/Kadenbach: Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht
EU-Parlament stimmt über Position zur Trinkwasser-Richtlinie ab
Utl.: EU-Parlament stimmt über Position zur Trinkwasser-Richtlinie
ab =
Wien (OTS/SK) - Die Regeln für den Zugang und die Kontrolle des
Trinkwassers werden gerade auf EU-Ebene überarbeitet. Damit greift
die EU auf, was fast zwei Millionen EuropäerInnen im Rahmen der
Europäischen Bürgerinitiative „Right2Water“ gefordert haben. "Wir
wollen, dass alle in Europa Zugang zu gesundem Leitungswasser haben.
Gemeinsam mit den vielen Menschen, die sich für sauberes Trinkwasser
in ganz Europa einsetzen, werden wir bei der Überarbeitung der
Richtlinie nicht locker lassen. Auch wenn die Position des
EU-Parlaments nicht so weit geht, wie wir es uns gewünscht hatten,
ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung", so die
SPÖ-Europaabgeordneten Evelyn Regner und Karin Kadenbach. ****
In den Verhandlungen mit dem Rat muss sich auch das kostenlose Glas
Wasser im Lokal durchsetzen: "Ein gratis Glas Wasser im Kaffehaus
gehört für mich als Österreicherin zum guten Ton. Ich erwarte mir von
Umweltministerin Köstinger, dass sie sich in den Verhandlungen für
dieses schöne Zeichen der Gastlichkeit einsetzt. Die Gastronomie muss
sich aber keine Sorgen machen, denn es geht um zahlende KundInnen.
Ein Glas Wasser sollte da schon drinnen sein", fordert
SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner.
Auch die für Österreich typische kleinstrukturierte, öffentliche
Wasserversorgung wird mit der Position des EU-Parlaments geschützt.
Eine anlasslose Erhöhung der Kontrollen wurde abgewandt. "Mehr
unbegründete Kontrollen führen nur zu höheren Kosten für die
VerbraucherInnen. Das bevorzugt große, gewinnorientierte Unternehmen.
Profitinteressen gehören aber nicht in unser Trinkwasser", sagt Karin
Kadenbach und ergänzt: "Wenn das Wasser aus der Leitung in ganz
Europa gesund und sicher ist, können wir auch eine große Menge an
Plastikmüll vermeiden."
Das EU-Parlament stimmt heute noch einmal über seine Position zur
Richtlinie ab, da aufgrund der späten Entscheidung des Rats Anfang
März vor den EU-Wahlen nicht mehr ausreichend Zeit für die
Verhandlungen zwischen den EU-Institutionen bleibt. (Schluss) nw/mp
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