Hammerschmid: Nationaler Bildungsbericht belegt Dringlichkeit des massiven Ausbaus von Ganztagsschulen

Kritik an ÖVP/FPÖ-Mittelkürzungen für Ganztagsschulen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid sieht in den heute, Mittwoch, präsentierten Ergebnissen des Nationalen Bildungsberichts 2018 einen „klaren Handlungsauftrag für die Regierung“. „Der Bildungsbericht belegt die Dringlichkeit des von uns geforderten massiven Ausbaus von Ganztagsschulen deutlich. Denn die Nachfrage ist so hoch, dass vor allem Kinder mit zwei berufstätigen Eltern, oft mit hohen Bildungsabschlüssen, einen Platz bekommen. Für jene, die es besonders brauchen, also aus bildungsfernen Gruppen, fehlen dann die Plätze vielfach“, zeigt Hammerschmid auf. *****

Für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht es deshalb einen raschen und massiven Ausbau ganztägiger Schulformen. „Ich fordere die Regierung und insbesondere Bildungsminister Faßmann auf, den Ganztagsschulausbau voranzutreiben, statt beim so wichtigen Ausbau zu bremsen und Mittel zu kürzen“, betonte Hammerschmid

Die SPÖ-Bildungssprecherin übte auch scharfe Kritik an der von Minister Faßmann geplanten Novelle des Bildungsinvestitionsgesetzes:
„Was Faßmann hier vorhat, geht in die völlig falsche Richtung. Obwohl ganztägige Schulformen von den Eltern insbesondere im urbanen Bereich stark nachgefragt werden, für mehr Chancengerechtigkeit und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen sowie innovative pädagogische Konzepte bieten, steht Faßmann beim Ausbau auf der Bremse.

Von den ursprünglich 115.000 zusätzlichen Plätzen, die bis 2025 geschaffen werden sollten, bleiben nach der schwarz-blauen Streich-Orgie nur 40.000 über. Das entspricht mehr als einer Halbierung der Mittel. „Statt unseriöse Zahlentricksereien zu betreiben und Horte miteinzuberechnen, um eine höhere Betreuungsquote vorzutäuschen, ist Faßmann aufgerufen, die Kürzungen beim Ganztagsschulausbau zurückzunehmen“, so Hammerschmid. (Schluss) mb/ls

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