Nationalrat – Androsch: Cannabis-Liberalisierung für chronisch Kranke wichtiges Thema

SPÖ fordert Gesundheitsministerin auf: „Weg frei machen für Forschung“

Wien (OTS/SK) - Der Bericht der Gesundheitsministerin zur Cannabis-Liberalisierung zu medizinischen Zwecken stand heute auf der Tagesordnung der Parlamentssitzung. SPÖ-Abgeordneter Maurice Androsch betonte die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Themas für „viele Menschen, SchmerzpatientInnen sowie vor allem chronisch Kranke“. Die SPÖ habe sich erwartet, dass die Gesundheitsministerin in ihrem Bericht „vor allem die medizinischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die Cannabis-Liberalisierung für medizinische Zwecke schafft“. „Leider ist der Bericht der Ministerin nur oberflächlich, die Rahmenbedingungen und der Blick in Länder, die bereits damit Erfahrung haben, fehlen komplett“, so Androsch. ****

Dabei sehen viele Menschen in diesem Land „Hoffnung in der Liberalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke“. „Insbesondere Menschen, die chronisch krank sind“, so Androsch. In diesem Zusammenhang erinnert Androsch an Erkenntnisse der WHO, die sich mit der Reklassifizierung beschäftigen. „Die Kombination von verschiedenen Wirkstoffen schafft Milderung für Patientinnen und Patienten. Das anerkennt auch die WHO“, so Androsch.

Bedauerlicherweise scheint es aber, dass es der Gesundheitsministerin an „Ernsthaftigkeit fehlt“. So fehlen zahlreiche Stellungnahmen beziehungsweise wurden nicht berücksichtigt. „Die Stellungnahme, auf die sich die Ministerin bezieht, wurde gleich gar nicht veröffentlicht“, kritisiert Androsch und abschließend: „Ich fordere die Ministerin auf, dass sie den Weg frei macht für die Forschung. Im Sinne der vielen Patientinnen und Patienten in Österreich“. (Schluss) ls/rm/mp

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