„matinee“: Dokus „Ein Habsburger auf Mallorca“ über Ludwig Salvator und „Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“

Außerdem „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - „Ein Habsburger auf Mallorca“ steht zunächst im Mittelpunkt der „matinee“ am Sonntag, dem 31. März 2019, um 9.05 Uhr in ORF 2. Die gleichnamige ORF/3sat-Dokumentation von Rosa Maria Platterer mit dem Untertitel „Ludwig Salvator und der Zauber des Meeres“ zeigt die wichtigsten Lebensstationen des unkonventionellen Erzherzogs von Österreich und Prinzen von Toskana, der Wissenschafter, Künstler, Visionär, Pazifist, Naturschützer, Schriftsteller und eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Herrscherhauses war. Im anschließenden Porträt „Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“ (10.00 Uhr) von Jörg Richter stehen Ballettvirtuosen im Rampenlicht, deren physische Kunst bedingt, dass sie sich oftmals schon am Karrierebeginn mit ihrem beruflichen Ende als Tänzer auseinandersetzen müssen. Den von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Vormittag beendet „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum heimischen kulturellen Geschehen.

„Ein Habsburger auf Mallorca – Ludwig Salvator und der Zauber des Meeres“ (9.05 Uhr)

Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg-Lothringen und Bourbon (1847–1915) war ein Unangepasster, ein Universalgenie, ein Aussteiger und Naturschützer der ersten Stunde. Er war aber nicht nur ein lebenslustiger Globetrotter, sondern auch ein anerkannter Forscher des Mittelmeerraumes, besonders der Balearen. Seine Forschungsergebnisse über Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt hat er in umfangreichen Publikationen festgehalten. Als Besitzer des „Kapitänspatentes der langen Fahrt“ war Ludwig Salvator jahrzehntelang auf seiner Dampfsegelyacht im Mittelmeer unterwegs, um das Interesse der Öffentlichkeit für damals weitgehend unbekannte Regionen zu wecken, wie die Liparischen und die Ionischen Inseln. Unzählige Legenden und Anekdoten ranken sich um den „ungekrönten König der Balearen“. Seiner schäbigen Kleidung wegen wurde er immer wieder für einen Schafhirten oder Landarbeiter gehalten – zu seiner großen Belustigung. Dass er bei Hof als gelehrter Sonderling galt, kommentierte er gelassen: „Lieber vielfältig als einfältig“. Ludwig Salvators Liebesleben war turbulent. Der Junggeselle soll beiden Geschlechtern zugetan gewesen sein und zahllose Affären gehabt haben. Für seine unehelichen Kinder hat er angeblich gut gesorgt. Einer seiner Liebschaften, Catalina Homar, der Tochter eines Tischlers, ließ der Erzherzog eine exzellente Ausbildung angedeihen und machte sie schließlich sogar zur Verwalterin seiner Weingüter.

„Der letzte Tanz – Wie Tänzer Abschied nehmen“ (10.00 Uhr)

Der Dokumentarfilm „Der letzte Tanz“ zeigt die schwierige Situation von Balletttänzerinnen und -tänzern des Bayerischen und des Wiener Staatsballetts, die mit dem Tanzen aufhören müssen. Einer Tatsache, der sich jede Tänzerin und jeder Tänzer früher oder später stellen muss.
Der letzte Abend der Spielzeit am Wiener Staatsballett. Die Stimmung ist aufgekratzt. Die Tänzerinnen und Tänzer sehnen sich nach der Sommerpause. Aber nicht alle – denn wie jedes Jahr müssen wieder einige das Ensemble für immer verlassen und ihre Karriere beenden. Alter oder Verletzungen zwingen sie dazu. Bis hinter die Bühne begleitet der Film Jaimy van Overeem und Franziska Wallner-Hollinek am Abend ihrer letzten Vorstellung. Er blickt hinter die Kulissen des Ballettbetriebs und thematisiert die Herausforderungen des Tänzerberufes. Neben den Tänzern Sevérine Ferrolier, Prisca Zeisel, Maira Fontes, Kirill Kourlaev, Marc Geifes und Dustin Klein kommt auch der Wiener Ballettdirektor Manuel Legris zu Wort. Sie alle erzählen vom schwierigen Übergang in die Zeit nach dem Tanz. Denn die Tänzer müssen ihr Leben komplett neu erfinden, einen neuen Beruf erlernen und noch einmal ganz von vorne beginnen. Sie verlassen eine Welt, für die sie von klein auf alles gegeben haben – und das in aller Regel, noch bevor sie 40 sind.

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