MOSOE in 2019-2021: Wachstumsverlangsamung kündigt sich an

Neue wiiw-Prognose für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (MOSOE)

Wien (OTS) - Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) hat soeben seine neue Prognose für 23 Volkswirtschaften in MOSOE bis zum Jahr 2021 publiziert, mit den folgenden Hauptaussagen:

  • Der Boom, den ein Großteil der Region 2017-18 erlebt hat, ist vorüber; die Wachstumsraten werden sich in den nächsten zwei bis drei Jahren meist abschwächen.
  • Die am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften 2019-21 sind Kosovo, Albanien und Moldau, während Russland, Weißrussland und die Türkei das langsamste Wachstum verzeichnen werden.
  • Schwächeres globales Wachstum, US-Protektionismus, Brexit sowie die anhaltenden Probleme im Euroraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für die exportabhängigen MOSOE-Volkswirtschaften dar.
  • Zunehmend gravierender Arbeitskräftemangel treibt die Löhne in die Höhe, was wiederum zu einem relativ starken Wachstum des privaten Konsums führt. Dies könnte jedoch auch die externe Wettbewerbsfähigkeit gefährden und ausländische Investoren dazu veranlassen, anderswo tätig zu werden.
  • Langfristig steht MOSOE vor einer Vielzahl gewaltiger Herausforderungen: Ein in Friedenszeiten beispielloser demografischer Rückgang, Angriffe auf die Qualität und Unabhängigkeit der Institutionen, mangelnde Vorbereitung auf die Digitalisierung und ein im Vergleich zu Vorreitern in Asien, Nordamerika und Westeuropa geringer Automatisierungsgrad.

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