Nach Zyklon Idai: Menschen in Mosambik brauchen Nahrung und Decken!

Interview mit Hilfswerk Programmdirektor vor Ort

„Seit Wochen hört es nicht auf zu regnen, überall ist Wasser. Spitäler, Häuser, Schulen und Regierungsgebäude sind überschwemmt. Der ständige Regen bietet einen Nährboden für tödliche Epidemien wie Cholera.
Hilfswerk International Programmdirektor Dr. Fredy Rivera
Wir bereiten uns auf Nahrungs- und Wasserengpässe vor. Die Supermärkte sind zerstört, die Straßen zu und nach Beira sind abgeschnitten.
Hilfswerk International Programmdirektor Dr. Fredy Rivera

Wien/Beira (OTS) - Vor vier Tagen traf der Zyklon Idai auf Mosambik. Immer noch ist die Lage unübersichtlich. Genaue Angaben zu Todesopfern und dem Schadensausmaß gibt es immer noch nicht. Hilfswerk International zählt 43 Tote alleine in der Gemeinde Lamego. Schätzungen zufolge verloren 500 Menschen in der Provinz Sofala ihr Leben, Hunderttausende ihr Dach über dem Kopf. Die Infrastruktur (Supermärkte, Schulen und Krankenhäuser) ist massiv beschädigt, 95 % aller Häuser in der Provinz-Hauptstadt Beira sind ohne Dach. Die Armenviertel sind quasi weggeschwemmt.

Hunger und Epidemien als Folge

„Wir bereiten uns auf Nahrungs- und Wasserengpässe vor. Die Supermärkte sind zerstört, die Straßen zu und nach Beira sind abgeschnitten.“, berichtet Hilfswerk International Programmdirektor Dr. Fredy Rivera. Auch langfristig wird die Nahrungsmittelsicherheit gefährdet sein, nachdem alleine bevor Idai an Land getroffen ist, mehr als 180.000 Hektar Anbaufläche vernichtet wurden.

Zusätzlich befürchtet das Hilfswerk International den Ausbruch von Epidemien. „Seit Wochen hört es nicht auf zu regnen, überall ist Wasser. Spitäler, Häuser, Schulen und Regierungsgebäude sind überschwemmt. Der ständige Regen bietet einen Nährboden für tödliche Epidemien wie Cholera.“, so Rivera.

Kommunikation kaum möglich

Durch das ausgefallene Strom- und Telefonnetz ist sie Koordination der Hilfsleistungen eine große Herausforderung.

Fredy Rivera hat den Zyklon miterlebt und leitet jetzt die Hilfswerk Nothilfe in Beira und Umgebung:

Interview

Hilfswerk International: Wie ist die Situation in der Provinz Sofala/Mosambik?

Fredy Rivera: Die Situation ist kritisch. Wir befürchten massive Nahrungsmittel- und Wasser-Engpässe. Alles steht unter Wasser. Schwangere, Kinder und vor allem Neugeborene leiden darunter besonders.

HWI: Was brauchen die Menschen in Mosambik derzeit besonders dringend?

FR: Nahrung. Und an zweiter Stelle Decken für Neugeborene. Außerdem fehlt es in den Spitälern an Verbandszeug, Desinfektionsmitteln und Chlor. Weil viele Menschen Unterschlupf in Schulen und Häusern gefunden haben – die aber allesamt keine Dächer mehr haben – benötigen wir dringend Wellblechdächer als Übergangslösung.

HWI: Wie kann man helfen?

FR: Laut unserem Reaktions-Plan auf die Katastrophe brauchen wir 10,5 Millionen Euro für die notwendigsten Hilfsleistungen. Jede Spende hilft. Mit 60 Euro können wir zum Beispiel sechs Kinder eine Woche lang mit Nahrung und Trinkwasser versorgen.

Wir stehen Journalistinnen und Journalisten gerne bei Rückfragen zur Verfügung.

Fotos & Videos sind zu finden unter www.hilfswerk.at/international/idai

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Mag. Bianca Weissel
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