Zinggl/JETZT zu Heumarkt: Endlich handelt Minister Blümel

Zinggl warnt vor erneutem Aufschiebungsmanöver Blümels

Wien (OTS) - Nachdem der Kultursprecher von JETZT, Wolfgang Zinggl, seit Jahren das dubiose Hochhausprojekt am Heumarkt bekämpft, sieht er nun die Felle aller Spekulanten und politisch Verantwortlichen, denen das kulturelle Erbe der Stadt völlig gleichgültig ist, davonschwimmen.

Zinggl über die teils missverständlichen Medienberichte zu dem aktuellen ICOMOS-Gutachten: „ICOMOS hat sich mit dem Bericht natürlich nicht selbst widersprochen. Die Organisation hat ja schon vor zwei Jahren ganz klar ihr Missfallen zum Umgang mit dem Welterbe ausgedrückt und die Stadt Wien gewarnt. Der Neuigkeitswert des aktuellen Gutachtens hält sich also in Grenzen. Neu ist, was Professor Öhlinger in dem von mir beauftragten Gutachten festgestellt hat: Nämlich die Verpflichtung – nicht die Möglichkeit – der Bundesregierung, einzuschreiten und der Stadt Wien eine entsprechende Weisung zu erteilen, sollte sie von sich aus nicht einsichtig werden. Der Minister hat zugesagt, diese Weisung zu erteilen, wenn er dazu rechtlich verpflichtet ist. Und das habe ich bereits im Mai 2018 im Rahmen einer dringlichen Anfrage im Parlament deutlich gemacht. Die Regierung ist mitverantwortlich für den Erhalt des Kulturerbes. Ich gehe daher davon aus, dass Minister Blümel nun entsprechend rasch und deutlich handeln wird und morgen dem Heumarkt-Projekt endgültig die Rote Karte zeigt.“

Zinggl warnt vor einem erneuten Aufschiebungsmanöver Blümels: „Es geht nicht mehr um einen Dialog mit der Stadt Wien, der UNESCO oder gar dem Spekulanten Tojner über Bauhöhen. Es geht jetzt darum, dass die aktuelle Flächenwidmung gesetz- und völkerrechtswidrig ist. Die Stadt Wien muss die fatale Flächenwidmung, die Hochhäuser erlaubt und den völkerrechtlichen Vereinbarungen widerspricht, ein für allemal zurücknehmen.“

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