NEOS Wien/Weber zu den VBW: Subventionsvergabe durch MA7 trotz mangelnder Infos über Wirtschaftslage

Wien (OTS) - „Der aktuell erschienene Stadtrechnungshofbericht zu den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) bildet nicht nur dramatische Situation des Musicalbetriebs in den vergangenen Jahren ab, sondern zeigt auch, dass die eine Hand nicht weiß, was die andere macht“, so NEOS Wien Kultursprecher Thomas Weber.
Die VBW sind zwar organisatorisch durch die Wien Holding an die MA 5 gebunden, die jährliche Förderung in Höhe von aktuell 40,2 Millionen Euro stammt jedoch von der MA 7. „Während die MA 5 durch quartalsweise Reportings sehr wohl über die wirtschaftliche Situation des Theaterkonzerns informiert war, erhielt die MA 7 – ob bewusst oder unbewusst – keine Berichte“, erklärt Weber. Laut Stadtrechnungshof hatte die MA 7 keine Informationen über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und Lage der VBW, weshalb der Subventionsbedarf nicht mit den aktuellen Wirtschaftszahlen berechnet bzw. eingeschätzt wurde. Man informierte sich ausschließlich über die Subventionsanträge und Subventionsabrechnungen, weshalb auch Anpassungen der Förderhöhe nicht zeitgerecht durchführbar gewesen sind. „Das ist fahrlässig – gerade auch, wenn man sich anschaut, dass es in der Sparte Musical im Zeitraum 2012 bis 2017 zu Schwankungen bei den Kartenerlösen bis zu über 5 Millionen Euro gekommen ist“, so der Kultursprecher.

„Jahrelang hat die Opposition auf das Zukunftskonzept für die VBW gewartet und wurde vertröstet. Nun stellt sich heraus, dass eine Studie über die Zukunftsszenarien des Musicals am Standort Wien für viel Geld tatsächlich in Auftrag gegeben wurde, verschiedene Varianten geprüft und dann alles wieder verworfen wurde. Dem Stadtrechnungshofbericht ist zu entnehmen, dass auch hier die MA 7 die Studie nie erhalten haben soll. Mit welcher Intransparenz und mangelnder Kommunikation hier innerhalb der Stadt Wien gearbeitet wird, ist absolut unprofessionell“, stellt Thomas Weber fest.

„Es braucht – wie auch der Stadtrechnungshof empfiehlt – ganz dringend ein neues Gesamtstrategiekonzept, das vor allem aber auch kulturpolitische Zielsetzungen für die VBW beinhaltet“, so Weber abschließend.

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