Sozialpartner im Handel starten Reform der Arbeitszeitgestaltung im Kollektivvertrag

Groß angelegte Befragung von Handelsunternehmen und Beschäftigten gestartet - Ergebnisse sollen als Basis zur Erarbeitung zukunftsfähiger Modelle dienen

Wien (OTS) - Nach dem erfolgreichen Abschluss der Entgeltreform im Handel streben die Sozialpartner im österreichischen Handel - die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) - eine Reform der Arbeitszeitgestaltung und der Abgeltung im Kollektivvertrag an.

Als Basis für diesen Reformprozess haben Bundessparte Handel und GPA-djp eine groß angelegte Befragung sowohl von Handelsangestellten als auch Unternehmern gestartet. An der mehrteiligen Befragung kann zum einen über die Webseite www.derhandel.at , zum anderen auf www.gpa-djp.at/handel mitgemacht werden. Die Ergebnisse werden im Mai vorliegen.

„Als gemeinsames Ziel des Prozesses wurde eine moderne Arbeitszeitgestaltung sowie einheitliche, einfache, verständliche und transparente Regelungen für die Abgeltung der geleisteten Arbeitszeit definiert”, sagen Anita Palkovich, Verhandlerin der GPA-djp, und Peter Buchmüller, Obmann der WKÖ-Bundessparte Handel.

Handelsobmann Peter Buchmüller erläutert die Situation aus Sicht der Arbeitgeber: „Viele Regelungen des Kollektivvertrages sind historisch gewachsen und entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt. Zudem ist der Handel einem massiven Strukturwandel unterworfen, der moderne und zeitgemäße neue Bestimmungen erfordert. Transparente, einfache und flexible Arbeitszeitmodelle sind wesentliche Faktoren zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Handels. Wir laden deshalb alle Mitgliedsbetriebe ein, diesen Prozess mitzugestalten und an unseren Befragungen teilzunehmen.”

Gewerkschafts-Verhandlerin Anita Palkovich sagt dazu: „Für uns als Gewerkschaft ist wichtig festzuhalten, dass dieser Reformprozess keine Kosteneinsparungen zum Ziel hat, sondern eine Vereinfachung und Transparenz im Interesse beider Seiten ist. Wir wissen aber schon jetzt, dass es bei vielen Beschäftigten den Wunsch nach neuen Elementen der Gestaltung der Arbeitszeit in Richtung bessere Arbeits- und Freizeitqualität gibt.“ (PWK158)

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