Yildirim/Fleischanderl: „Maurer-Urteil macht Mut im Kampf gegen Sexismus“

Volle Aufarbeitung von Missbrauchsfällen gefordert – Egal ob in Sport, Kultur, Schulen oder Heimen

Wien (OTS/SK) - „Sexismus, Machtmissbrauch und Versuche der Unterdrückung sind Grenzüberschreitungen, mit denen Frauen alltäglich und viel zu oft konfrontiert sind. Dass das Oberlandesgericht das Urteil im Fall Maurer nun aufgehoben hat und der Fall neuerlich verhandelt wird, macht Mut im Kampf gegen Sexismus und ist ein wichtiges Signal. Frauen müssen sich nicht alles gefallen lassen. Sich zu wehren ist wichtig und richtig“, sagen Nationalratsabgeordnete und Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol Selma Yildirim und ihre Stellvertreterin Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl. ****

Sigrid Maurer hatte sexistische Beschimpfungen gegen sie auf Facebook veröffentlicht und war deshalb zu einer Geldstrafe von mehreren tausend Euro verurteilt worden. „Eine klassische Opfer-Täter-Umkehr, die nun neu aufgerollt wird. Das ist ein Etappensieg, der letztlich hoffentlich mit einem Freispruch enden wird“, so die beiden SPÖ-Politikerinnen.

Rund um die Missbrauchsfälle in Neustift gab es gestern ebenfalls ein erstes Urteil. „Nach anfangs zögerlichen Schritten ist nun die Aufarbeitung im Gange. Der öffentliche Druck, der durch #metoo und die mutigen Schritte von Nicola Werdenigg aufgebaut wurde, bringt erste Erfolge.“

Yildirim und Fleischanderl fordern weiter volle Aufklärung und einen Schwerpunkt auf Präventionsarbeit. Das gelte auch für die Vorfälle rund um das Mädchenheim Martinsbühel in Zirl. „Die erwarten eine detaillierte Aufarbeitung durch die unabhängige Kommission, die jetzt die Arbeit aufgenommen hat. Letztlich geht es darum, genau hinzuschauen und das System zu ändern, damit Gewalt und Missbrauch keinen Platz haben.“

Yildirim hatte bereits im Zuge der durch die #metoo-Debatte ins Rollen gekommenen Fälle von Missbrauch und sexueller Gewalt im Skisport und die Festspiele Erl, wo von Missbrauch und sexueller Gewalt berichtet wurde, Initiativen gesetzt. Parlamentarische Anfragen und anschließend Anträge sollen für Aufklärung, Opferschutz und Prävention sorgen. „Die Anträge wurden in den Ausschüssen behandelt. Allerdings agiert die schwarz-blaue Mehrheit auf Bundesebene halbherzig“, so Yildirim. (Schluss) up/mp

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