Österreichische Unternehmen brauchen Asylwerbende als Fachkräfte

SWV als Anlaufstelle für betroffene UnternehmerInnen

Wien (OTS) - „Obwohl der Fachkräftemangel zum immer größeren Problem für die UnternehmerInnen wird, werden Asylwerbende, die sich in einer Lehre befinden, abgeschoben!“, kritisiert Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich.

Erst im November 2018 wurde auf Initiative des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) ein Antrag im Wirtschaftsparlament beschlossen, der dies verhindern soll. „Asylwerbende die einer Lehre nachgehen, sollen diese auch beenden können und Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt bekommen. Das ist für Asylwerbende wichtig, um sich ein selbstständiges Leben aufzubauen. Die Unternehmen bekommen dadurch gleichzeitig ihren Fachkräftemangel schneller in den Griff. Eine Win-Win-Situation“, so Matznetter.

Die Ergebnisse der Studie „Fachkräftemangel im österreichischen Mittelstand“ der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigen die Dringlichkeit der Situation auf: 69 Prozent der befragten Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als Gefahr für die Entwicklung des eigenen Betriebs an. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders vielsagend ist auch die Einstellung der Unternehmen zu Geflüchteten: Ein Fünftel der Unternehmen beschäftigt Flüchtlinge trotz Hürden und Unsicherheiten. 70 Prozent der Unternehmen stimmen Lehrstellen für Flüchtlinge zu.

„Die Studie beweist, dass die österreichischen UnternehmerInnen, im Gegensatz zur türkis-blauen Bundesregierung, gegenüber Geflüchteten nicht voreingenommen sind. Mit der blinden Hetze gegen Asylwerbende muss jetzt endlich Schluss sein. Wir brauchen sachorientiere Lösungen, die dem Fachkräftemangel entgegensteuern und Asylwerbenden eine Chance auf Integration bieten“, fordert der SWV-Präsident.

„Als SWV kämpfen wir in der Wirtschaftskammer für die Anliegen der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wir wollen die Geschichten hinter den Zahlen aufdecken, um darzulegen wie schwerwiegend die Situation ist. Deshalb rufen wir betroffene UnternehmerInnen dazu auf sich bei uns zu melden, um den Druck gegenüber der Regierung weiter auszubauen“, so Matznetter abschließend.

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