Neue Saison, neue Lokale: Stadt Wien präsentiert Neuerungen am Donaukanal

Wien (OTS/RK) - Geht es nach der Stadt und der zuständigen Stadträtin Ulli Sima, soll der Donaukanal wachgeküsst werden und die Lokale am Wasser eine Frischzellen-Kur bekommen. Allerdings scheitern neue Projekte am Widerstand eines Alt-Pächters. Heute, Montag, haben Ulli Sima und Martin Jank, Geschäftsführer der Wiener Gewässer Management GmbH (WGM), den aktuellen Stand zur Sommer-Saison 2019 präsentiert und Bilanz gezogen, welche neuen Lokale im Sommer starten können und für welche es heuer „leider Nein“ heißt.

Die Stadt will am Donaukanal ein völlig neues Kapitel aufschlagen: „Das Ziel ist ein Mix aus moderner Gastronomie in verschiedenen Preisklassen und vielen konsumfreien Flächen. Wir wollen auch eine nachhaltige Reduktion der Hütten und Holzverschläge und einen hochwertigen Ganzjahresbetrieb am Donaukanal“, sagte Sima.

Verwaltet wird der Donaukanal von der DHK (Donauhochwasserschutz-Konkurrenz), in der die Stadt Wien gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und dem Bund vertreten ist. 2017 wurden von der DHK sechs Flächen neu ausgeschrieben. Eine ExpertInnen-Kommission hat die eingereichten Bewerbungsunterlagen bewertet und der DHK Empfehlungen unterbreitet. Im Herbst 2018 standen die neuen Projekte fest, die einen 10-Jahres-Vertrag ohne Möglichkeit der Unterverpachtung bekommen:

  • Der „Central Garden“, der Gemeinschaftsgarten am Wasser soll eine Neuauflage bekommen
  • Ebenso bleibt die beliebte „Hafenkneipe“
  • Auch der Tel Aviv Beach bleibt den Donaukanal-Fans diesen Sommer erhalten

Wegen eines Rechtsstreits mit einem ehemaligen Pächter sind allerdings einige neue Projekte noch in der Warteschleife: Bei der Salztorbrücke steht eine Millionen-Investition für das Projekt einer „Vienna Waterfront“ an, allerdings läuft noch eine Räumungsklage um das Areal, die in erster Instanz von der Stadt gewonnen wurde. Ein weiteres Verfahren bremst den „Fräulein’S wunderbaren Sommergarten“ aus. Hier matcht man sich in zweiter Instanz vor Gericht um die Fläche vor dem Badeschiff – in erster Instanz hat sich die Stadt mit einer Räumungsklage durchgesetzt. Auch die Pläne für das „Glashaus NEU“ direkt bei der Salztorbrücke liegen wegen des Rechtsstreits auf Eis, sagte Umweltstadträtin Sima. Das Glashaus sei zwar nicht Teil der Ausschreibung gewesen, die Stadt will jedoch auch diesen Bereich neu vergeben und ein neues Gastronomieangebot schaffen.

Sima zog Parallelen zum Rechtstreit um die Copa Kagrana. Auch an der Neuen Donau hatte sich ein Alt-Pächter geweigert, Flächen zurückzugeben und Platz für neue Angebote zu machen. „Ein Besuch am heutigen CopaBeach beweist, dass sich Engagement im Sinne der Wienerinnen und Wiener auszahlt. Die einstige Copa Kagrana mit ihren verfallenen Hütten ist nicht wiederzuerkennen, das Angebot an moderner Gastronomie und Freiflächen ist perfekt“, sagte Sima. Ähnliches will Sima auch am Donaukanal erreichen: „Wir werden nicht locker lassen, bis der unrechtmäßige Zustand beseitigt ist. Ich habe bereits bewiesen, dass ich einen langen Atem bei rechtlichen Auseinandersetzungen habe.“

(Schluss) red

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