Weltfrauentag: Korosec für automatisches Pensions-Splitting

Die Seniorenbund-Präsidentin tritt außerdem für eine Verlängerung der Antragsfrist ein und kann sich eine Ausweitung auf den Pflegebereich vorstellen, wie sie der "Presse" sagte.

Wien (OTS) - Anlässlich des internationalen Frauentags fordert Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec erneut ein automatisches Pensions-Splitting, um speziell Frauen vor Altersarmut zu schützen. „Dass die Anträge dazu im vergangenen Jahr gestiegen sind, freut mich sehr und ist auch den Bemühungen der Regierung zu verdanken. Trotzdem halte ich ein automatisches Splitting mit einer Opt-Out-Möglichkeit immer noch für unumgänglich“, so Korosec. Bereits gegenüber der „Presse“ hatte sie betont, dass ein Opt-In wirkungslos sei, da der Großteil dann bei der Standardvariante ohne Splitting bleibe. Eine dementsprechende Regelung könnte man „in dieser Regierungsperiode durchbringen“, gibt sich Korosec optimistisch.

Zu viele würden sich zu spät Gedanken um ihre Pension machen, dann käme das böse Erwachen, so die Seniorenbund-Präsidentin weiter. „Noch immer sind es größtenteils Frauen, die die Kindererziehung übernehmen und die Familie vor den Beruf stellen. Insbesondere Frauen trifft der Einkommensverlust in der Pension dann umso härter. Dass der erwerbstätige Elternteil bis zur Hälfte seiner Pensionsansprüche für maximal sieben Jahre an den überwiegend erziehenden abtritt, federt dies ab und sorgt für mehr Gerechtigkeit“, so Korosec. Außerdem macht sie sich dafür stark, dass die Antragsfrist zum Pension-Splitting über die Grenze des vollendeten zehnten Lebensjahres des Kindes hinaus verlängert wird.

Pensions-Splitting auch für Pflege

Darüber hinaus kann sich Korosec vorstellen, das Pensions-Splitting auch die Pflege auszuweiten. Immerhin würden drei Viertel aller zu pflegenden Menschen von ihren Angehörigen betreut, hier übernehmen das zu 80 Prozent Frauen. Bei einer entsprechenden Regelung würden analog zur Elternschaft maximal sieben Jahre lang der erwerbstätige Partner seine Pensionsansprüche mit dem pflegenden Partner teilen. „Eine Ausweitung wäre wünschenswert, aber in der Praxis auch nicht immer anwendbar. Denn oft sind jene, die Angehörige pflegen, ja selbst schon in Pension“, betont Korosec.

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