Zum ORF-Frauenschwerpunkt: „Rebellion der Frauen – Der lange Kampf ums Wahlrecht“ in „Universum History“

Am 8. März um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Für ihr politisches Engagement wurden sie verspottet, eingesperrt und gefoltert. Aber beirren ließen sie sich nicht: die Frauenrechtsaktivistinnen Marie Juchacz, Anita Augspurg, Emmeline Pankhurst und Marguerite Durand. Gemeinsam standen sie an der Spitze des Kampfes für das Wahlrecht – quer durch Europa. Sie wollten frei sein, mitbestimmen und die gleichen Rechte wie Männer erlangen. Der Schlüssel für die politische Mitbestimmung war das Stimmrecht – und um dieses zu bekommen, brauchte es die Rebellion der Frauen. Sie steht im Fokus der neuen 90-minütigen „Universum History“-Dokumentation „Rebellion der Frauen – Der lange Kampf ums Wahlrecht“, die ORF 2 im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts „100 Jahre Frauenwahlrecht“ am Freitag, dem 8. März 2019, um 22.35 Uhr zeigt.

Außerdem am Weltfrauentag im ORF 2: „Raise Your Voice!“ lautet das „DialogForum“-Motto (10.00 Uhr), Barbara Karlich spricht mit ihren Gästen über das Thema „Powerfrauen: Ich brauche keinen Mann, um meine Ziele zu verwirklichen“ (16.00 Uhr) und Neo-„Dancing Star“ Virginia Ernst und Elke Winkens sind zu Gast bei „VERA. Das kommt in den besten Familien vor“ (21.20 Uhr). Im ORF-eins-Hauptabend steht um 20.15 Uhr das mit Meryl Streep, Carey Mulligan und Helena Bonham Carter hochkarätig besetzte Historiendrama „Suffragette – Taten statt Worte“ über den Beginn der Frauenbewegung im London der 1910er Jahre als ORF-Premiere auf dem Programm. Sarah Gavron inszenierte nach einem Drehbuch von Abi Morgan.

„Universum History“-Dokumentation „Rebellion der Frauen – Der lange Kampf ums Wahlrecht“

Sie liebten Männer oder Frauen, waren verheiratet oder geschieden, hatten uneheliche Kinder, trugen Hosen und badeten nackt in Seen. Für ihr politisches Ziel gingen sie den Weg durch die Institutionen, verübten Bombenanschläge, traten in den Hungerstreik oder starben als Märtyrerinnen. Und: Ihre Botschaften sind heute noch relevant. Ihre Kraft, Lebensfreunde und Energie inspirieren, rütteln wach und bewegen. Das Doku-Drama „Rebellion der Frauen“ taucht ein in die Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in eine Zeit, in der in England, Deutschland und Frankreich die Gleichberechtigung von Männern und Frauen noch für eine verrückte Idee gehalten wird. Und in der dennoch vier Pionierinnen unermüdlich für das allgemeine Wahlrecht für Frauen kämpfen: etwa Marie Juchacz. Die Arbeiterin und Sozialistin spricht als erste Frau vor der Weimarer Nationalversammlung. Ihr politisches Ziel: die Rechte von Frauen und Familien zu stärken. Sie gründet die bis heute aktive Deutsche Arbeiterwohlfahrt. Oder Anita Augspurg: Sie ist nicht nur Schauspielerin und Fotografin, sondern auch die erste Frau, die in Deutschland in Rechtswissenschaften promoviert. Auch als lesbische Frau wird sie zum Feindbild vieler Männer. Auch sie kämpft für die gleichen Rechte für Frau und Mann. Emmeline Pankhurst wiederum geht als Leitfigur der englischen Suffragetten in die Geschichte ein. Sie verfolgt gemeinsam mit ihrem Mann in Großbritannien zeitlebens ein Ziel: das Wahlrecht für Frauen. Den Erfolg ihres Lebenswerks erlebt die freiheitsliebende Aktivistin nicht. Sie stirbt drei Wochen zuvor. Marguerite Durand, die reiche Bürgerstochter aus Paris, gilt als „die“ Suffragette Frankreichs. Sie setzt sich in den Pariser Salons für Frauenrechte ein und gründet die feministische Tageszeitung „La Fronde“. Erst acht Jahre nach ihrem Tod beschließt Frankreich 1944 das allgemeine Wahlrecht für Frauen. Dass vermeintlich unüberwindbare Barrieren vor 100 Jahren in Deutschland und später auch in England und Frankreich durchbrochen werden und Frauen die politische Teilhabe zugestanden wird, ist dem unermüdlichen Kampf dieser beeindruckenden Pionierinnen zu verdanken.

In aufwendig produzierten Spielszenen werden biografische Momente und Erlebnisse von der international renommierten Regisseurin Annette Baumeister nachgezeichnet und inszeniert. So illustriert das Doku-Drama den facettenreichen und kühnen Kampf der Protagonistinnen, der sich über verschiedenste soziale Milieus und konkurrierende politische Strömungen erstreckt.

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