Der neue Stil: Werbung für diskriminierenden Ethikunterricht in bester Sowjet-Manier

Wien (OTS) - Wenn Bildungsminister Faßmann von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache bei einem Schulbesuch begleitet werden muss, um dort für sein Modell eines diskriminierenden Ethikunterrichtes zu werben, scheint Feuer am Dach zu sein. In Anbetracht des wachsenden Widerstandes gegen dieses pädagogisch zweifelhafte und verfassungsrechtlich bedenkliche Projekt, scheint die Regierung sich nun gezwungen zu sehen, auf sowjetische Repräsentationstechniken zurückzugreifen. „Wenn es darum geht, Abmeldungen vom Religionsunterricht einzudämmen, müssen für Pressekonferenzen der Regierung ganze Schulen als Kulissen dienen und Schüler sowie LehrerInnen als Statisten herhalten. Den geladenen Medienvertretern werden dann bestenfalls Halbwahrheiten erzählt; eine schlüssige Erklärung, weshalb ausschließlich SchülerInnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, in den Genuss eines Ethikunterrichtes kommen sollen, ist BM Faßmann bis dato, bezeichnenderweise, schuldig geblieben“, meint Eytan Reif von der Initiative Religion ist Privatsache.

Als besonders ironisch betrachtet Reif zudem die Teilnahme von Vizekanzler Strache an der PR-Aktion im BG/BRG Pichelmayergasse: „Kanzler Kurz ist es gelungen, seinen in dieser Sache vollkommen ahnungslosen Koalitionspartner grandios über den Tisch zu ziehen und den Ethikunterricht nach Punkt und Beistrich entsprechend den klaren Vorgaben der Katholischen Bischofskonferenz vom 12. März 2009 einzuführen. Dank der FPÖ-Unterstützung wird aber auch der islamische Religionsunterricht ab dem Schuljahr 20/21 als die einzige schulische Wertevermittlungsquelle für muslimische Schüler gesetzlich verankert werden. Die Daham-Statt-Islam-Partei hat somit ab sofort nichts mehr zu melden, wenn immer es um die Vermittlung dessen geht, was sie „unsere Werte“ nennt. Weder in Wien, wo mehr Schüler den islamischen Religionsunterricht als den katholischen besuchen, noch sonst wo in diesem Land.“

Rückfragen & Kontakt:

Initiative Religion ist Privatsache
0664-4614146
office@religion-ist-privatsache.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0008