„matinee“ am 3. März: Porträt in memoriam Hilde Zadek, Doku über „La Maestra“ Alondra de la Parra

Außerdem „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Passend zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März präsentiert die „matinee“ am Sonntag, dem 3. März 2019, ab 9.05 Uhr in ORF 2 Filmporträts zweier herausragender Künstlerinnen der klassischen Musik. Zunächst erinnert die Dokumentation „Gesang als Weg – Aus dem Leben der Kammersängerin Hilde Zadek“ an den kürzlich verstorbenen Opernstar, danach steht „La Maestra – Die Dirigentin Alondra de la Parra“ (9.50 Uhr) im Rampenlicht. Den von Martin Traxl begleiteten ORF-Kulturvormittag beendet „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum kulturellen Geschehen.
ORF III zeigt die Hilde-Zadek Dokumentation am gleichen Tag um 23.00 Uhr.

„Gesang als Weg – Aus dem Leben der Kammersängerin Hilde Zadek“ (9.05 Uhr)

Kammersängerin Hilde Zadek war eine der verdientesten Haussängerinnen und Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Im Alter von 101 Jahren ist sie am 21. Februar in Karlsruhe gestorben. Das Porträt von Walter Wehmeyer zeichnet den Lebensweg und die Karriere der „Jahrhundertsängerin“ nach, die wie kaum eine andere für die Wiener Musikszene der Nachkriegszeit steht. Die 1917 im polnischen Bromberg geborene Hilde Zadek lebte während der NS-Zeit in Palästina. Nach dem Krieg bot ihr die Wiener Staatsoper die „Aida“ an, die sie in fünf Tagen lernen und ohne Proben singen musste. Von da an war ihr Aufstieg zu weiteren Glanzrollen wie etwa der „Leonore“ oder der „Marschallin“ geebnet. Nach ihrem Rückzug von der Bühne 1971 ging sie ihrem zweiten Traumberuf nach, der Musikpädagogik. Zadek-Schülerinnen und -Schüler singen bis heute an vielen Opernhäusern oder unterrichten von New York bis Tokio. Die sensible, kluge und positiv denkende Frau nahm bis ins hohe Alter am Operngeschehen teil und begeisterte sich für jede Form von Kunst. Sie betreute ihre Schützlinge, gab Meisterkurse und sammelte Bilder.

„La Maestra – Die Dirigentin Alondra de la Parra“ (9.50 Uhr)

Die 1980 in New York geborene mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra ist eine erfolgreiche Vertreterin ihres Berufs in der sonst von Männern dominierten Welt am Pult der großen Orchester. Mit 36 Jahren wurde sie als erste Frau musikalische Leiterin und Dirigentin des Queensland Symphony Orchestra in Brisbane, einem der drei größten Orchester Australiens. Sie dirigierte bereits mehr als 70 renommierte Klangkörper weltweit und hat mit zahlreichen Schauspielern und Filmregisseuren zusammengearbeitet. Im Rahmen ihres Projekts „Niños“ engagiert sie sich besonders für die Vermittlung von klassischer Musik an Kinder.
Alondra de la Parra wusste schon früh, dass sie Dirigentin werden wollte. Mit sieben begann sie Klavier zu spielen, mit 13 Cello. Nach Studien in Mexico City und in New York gründete sie dort 2004 das Philharmonic Orchestra of the Americas, um jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten. In den Anfängen ihrer Dirigentenkarriere stieß sie immer wieder auf Ablehnung. Doch allen Hindernissen zum Trotz hat sie mit Talent und Durchsetzungsfähigkeit ihren internationalen Durchbruch geschafft. Der Film von Christian Berger zeigt die vielen Facetten Alondra de la Parras als Künstlerin und als Mensch. Er beobachtet sie bei der Arbeit mit ihrem Orchester in Brisbane, begleitet sie auf Konzertreisen und nach Hause zu ihrer Familie in Mexiko.

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