AIDS-Hilfen Österreichs starten Kampagne zum Zero Discrimination Day

Dank der modernen HIV-Medikamente können Menschen mit HIV heute gut therapiert werden. Wenn sie ihre Therapie regelmäßig einnehmen, sinkt die Viruslast in ihrem Körper so sehr ab, dass sie ein annähernd normales Leben mit durchschnittlicher Lebenserwartung führen können. Erschwert wird ihr Alltag aber von Diskriminierungen, die in allen Lebensbereichen vorkommen – vom privaten Umfeld über die Arbeitswelt bis hin zum Gesundheitswesen. Zugrunde liegen meist irrationale und wissenschaftlich völlig unhaltbare Ängste vor einer HIV-Infektion sowie moralische Bewertungen
Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien
Antidiskriminierungsarbeit, die von den Österreichischen AIDS-Hilfen engagiert geleistet wird, ist daher weiterhin wichtig. Ziel ist es, gemeinsam Betroffene und ihre Angehörigen zu empowern und bei unterschiedlichen Herausforderungen in Gesundheitsfragen und im Alltag zu unterstützen
Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien

Wien (OTS) - „Ich bin HIV-positiv, ich bin nicht ansteckend“ heißt die neue Kampagne der AIDS- Hilfen Österreichs, die offiziell am 1. März, dem Zero Discrimination Day, startet. Sie bekämpft Vorurteile mit Wissen und informiert, dass HIV-positive Menschen unter wirksamer Therapie das HI-Virus – weder im Alltag noch beim Sex – weitergeben können.

Dank der modernen HIV-Medikamente können Menschen mit HIV heute gut therapiert werden. Wenn sie ihre Therapie regelmäßig einnehmen, sinkt die Viruslast in ihrem Körper so sehr ab, dass sie ein annähernd normales Leben mit durchschnittlicher Lebenserwartung führen können. Erschwert wird ihr Alltag aber von Diskriminierungen, die in allen Lebensbereichen vorkommen – vom privaten Umfeld über die Arbeitswelt bis hin zum Gesundheitswesen. Zugrunde liegen meist irrationale und wissenschaftlich völlig unhaltbare Ängste vor einer HIV-Infektion sowie moralische Bewertungen“, so Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.

Der persönliche Umgang mit Zuschreibungen und negativen Reaktionen hängt stark von den eigenen Lebensumständen, Ressourcen und Bewältigungsstrategien ab. Manche Menschen mit HIV übernehmen erlebte Abwertungen in ihr Selbstbild. Das kann sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken und langfristig zu Isolation, Rückzug, Angst und Depression führen.

„Antidiskriminierungsarbeit, die von den Österreichischen AIDS-Hilfen engagiert geleistet wird, ist daher weiterhin wichtig. Ziel ist es, gemeinsam Betroffene und ihre Angehörigen zu empowern und bei unterschiedlichen Herausforderungen in Gesundheitsfragen und im Alltag zu unterstützen“, so Wolfgang Wilhelm.

Typische Fragen nach einer HIV-Infektion sind etwa: Wie informiere ich meine PartnerInnen, meine Familie, meine FreundInnen und wie werden sie reagieren? Wann kann ich offen darüber sprechen? In welchen Bereichen wird sich mein Leben nun verändern?

Fazit: nur mit Information, Wissen und qualifizierter Unterstützung können Ängste überwunden und ein sicherer Umgang mit der Infektion gefunden werden.

Teil der Kampagne sind - neben einem emotionalen Video (zu sehen auf www.aids.at/aktuelles) - verschiedene Plakat-Sujets, die ab dem 1.3. österreichweit verbreitet werden.

Der Zero Discrimination Day wurde 2014 von UNAIDS ins Leben gerufen und findet seither alljährlich am 1. März statt. Er setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung von an HIV und AIDS erkrankten Menschen und betont, dass alle Menschen ein Recht auf ein Leben in Würde und frei von Stigmatisierung und Diskriminierung haben.

Infos: http://www.aids.at/news/ https://www.facebook.com/aidshilfewien/

Rückfragen & Kontakt:

Aids Hilfe Wien
Juliana Metyko-Papousek, BA
+43(0)1/59937-82 /
metyko@aids-hilfe-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AHW0001