TirolBerg Studio Aktuell - Seefeld 2019: Adam Malysz und Anna Stöhr auf Abwegen - Sport trifft Kunst

Seefeld (OTS) - Innsbruck Tourismus veranstaltete im Rahmen der FIS Nordischen Ski WM 2019, gemeinsam mit dem Tiroler Künstler Stephan Pirker und dem TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum, eine Kunstaktion der etwas anderen Art. Die Hauptdarsteller: die polnische Skisprunglegende Adam Malysz, die zweifache Boulderweltmeisterin Anna Stöhr, eine höchst durchdachte Seilkonstruktion, Sprungskier und Farbe.

Mit zwei Brettern an den Füßen eine Spur hinterlassen – diesen Ansatz hat sich der Künstler Stephan „Schuale“ Pirker zu Herzen genommen. Pirker lebt fürs Skispringen – den Traum, selber über den Backen zu springen hat er zwar aufgegeben, aber dafür spiegelt sich der Sport in seinen außergewöhnlichen Werken wider. Um den perfekten Flug auf die Leinwand zu bringen, brauchten die geladenen VIP-Gäste eine gehörige Portion Mut. Auf einer vom Künstler eigens angefertigten Vorrichtung und mit bemalten Sprungskiern an den Füßen hieß es für sie: Zieeeeeeh!

Für einen VIP-Gast waren die Sprungski bei weitem nichts Ungewohntes: Der ehemalige polnische Skispringer Adam Małysz, vierfacher Einzelweltmeister und vierfacher Weltcup-Gesamtsieger, absolvierte die künstlerische Performance mit Bravour: „Auf der richtigen Sprungschanze fühle ich mich wohler, aber ich glaube Kunst auf diese Art zu gestalten, ist weltweit einzigartig. Ich habe in Innsbruck meinen ersten Weltcupsieg geholt, hier zu sein, ist für mich immer etwas ganz Besonderes.“

Auch Anna Stöhr, ehemalige österreichische Sportkletterin und zweifache Weltmeisterin im Bouldern, wagte den Sprung auf die Leinwand: „Im Bouldersport gibt es auch künstlerische Ansätze, wenn beispielsweise Architektur für den Sport genützt wird. Teil einer derartigen Kunstperformance war ich aber noch nie. Diese enge Verknüpfung von Sport und Kunst ist eigentlich nur in Innsbruck möglich.“

Der Künstler selbst freut sich über die prominenten Teilnehmer und den weltmeisterlichen Rahmen in der alpinen Sporthauptstadt Innsbruck: „Für mich ist es natürlich ein wahr gewordener Traum, dass meine Leidenschaft, die Skisprungkunst, einen Platz bei der Nordischen Ski WM bekommt. Innsbruck ist die perfekte Wirkungsstätte für meine Arbeit. Hier verbindet sich alpines Abenteuer mit urbanem Lifestyle – eine Symbiose von Natur, Wintersport und Kunst, die auch in meiner Arbeit immer spürbar ist“, so Stephan Pirker. „Dass eine Skisprung-Legende wie Adam Małysz bei meinem Projekt mit dabei ist, macht mich stolz – und auch sprachlos. Mein großer Traum war der Sprung vom Bergisel – jetzt bin ich mit meiner Kunst quasi direkt im Tirol Panorama gelandet. Das ist fast noch besser.“

Was ist Skisprungkunst?
Skisprungsimulator + Ski + Farbe + Sprung = Skisprungkunst!
Die Teilnehmer liegen in Flugposition in einem speziell entwickelten Skisprungsimulator: Aus etwa zwei Metern über dem Boden visieren sie eine am Boden aufgespannte weiße Leinwand an. Durch den mit Acrylfarbe präparierten Sprungski wird die Landung als Druck festgehalten. Unterschiede bei der Landung – klassischer Telemark, „Kacherl“ oder Sturz – sind deutlich erkennbar.
In der Sonderausstellung im TIROL PANORAMA mit Kaiserjägermuseum werden Kunstwerke von Skisprunglegenden, ehemaligen Profisportlern und Künstlern gezeigt (20.2.-4. 3. 2019, Öffnungszeiten: Mi-Mo 9-17 Uhr)

Über Stephan Pirker („Schuale“)
„Erfinder“ der Skisprungkunst ist Stephan Pirker. Er wurde 1971 in Innsbruck geboren, studierte nach Abschluss der Fachschulen Maschinenbau und Pflegehelfer an der Kunstuniversität Linz (2002-09) Bildhauerei und transmedialer Raum, bevor er zur experimentellen Gestaltung wechselte (2009-13). Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeit ist seine enge Verbindung zur Natur und dem Wintersport. An der der Universität von Rovaniemi (Finnland) erfüllte er sich 2006/07 seinen lang gehegten Kindheitstraum, die Kunst des Skispringens zu erlernen. Das Skispringen in all seinen Facetten wird in Pirkers Arbeit fortwährend thematisiert.
stephanpirker.wordpress.com

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Interview Anna Stöhr

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