WK Wien Biach: Volle Unterstützung für Standortprojekt Lobautunnel

Biach: „Werden mit der Standortanwaltschaft wichtige Rolle für den Infrastrukturausbau in der Ostregion übernehmen“ - Standortanwalt startet Mitte des Jahres

Wien (OTS) - „Die ASFINAG hat unsere volle Unterstützung, wenn sie noch heuer zu bauen beginnen möchte. Das Unternehmen ist als einer der wichtigsten Infrastrukturbetreiber ganz entscheidend für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes. Umso erfreulicher ist es, dass die ASFINAG mit vollem Elan das Projekt Lobautunnel vorantreibt. In Zukunft müssen und werden so wichtige Infrastrukturprojekte wie der Lobautunnel schneller entschieden. Außerdem werden neben den wichtigen Umweltinteressen künftig endlich auch standortrelevante Parameter wie Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Genehmigungsverfahren berücksichtigt. Garant dafür wird die Standortanwaltschaft sein. Wir bereiten uns intensiv auf den Start vor“, sagt Alexander Biach, Direktorstellvertreter der Wirtschaftskammer Wien.

Die Wirtschaftskammer Wien engagiert sich seit Jahren für den Bau des Lobautunnels und weitere aufgeschobene Infrastrukturprojekte wie den Bau der 3. Piste, einen internationalen Fernbusterminal, eine neue Eventhalle, den Ausbau der Schnellbahnverbindungen in der Ostregion, den Bau der Breitspurbahn und die S8 Marchfeld Schnellstraße. Alleine diese Projekte würden eine Wertschöpfung von über neun Milliarden Euro bringen und 130.000 Arbeitsplätze schaffen. Im Herbst 2016 hat die WK Wien deshalb erstmals die Idee der Standortanwaltschaft präsentiert. Die Rolle des Standortanwaltes wird sein, den Nutzen von Infrastrukturprojekten für die Volkswirtschaft darzustellen und damit zu einem Ausgleich zwischen den Anliegen der Projektwerber und Bürgerinitiativen und NGOs beizutragen. Konkreter Hintergrund war der jahrelange Stau bei wichtigen Infrastrukturprojekten in der Ostregion und der erstinstanzlich negative Bescheid zum Bau der 3. Piste. Die Standortanwaltschaft nimmt ab 1. Juli 2019 offiziell ihre Arbeit auf und ist in den Landes-Wirtschaftskammern organisiert. Das Bundesgesetz dazu wurde im Dezember im Parlament beschlossen. Der Standortanwalt bekommt bei UVP-Verfahren Parteienstellung genauso wie die Umweltanwaltschaft. So wird gewährleistet, dass öffentliche Interessen wie Energieversorgung, Arbeitsplatzsicherung oder Steueraufkommen und die Interessen der Wirtschaft in Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen besser zur Geltung kommen.

„Wir wollen mit der Arbeit des Standortanwalts auch den Nutzen von nicht UVP-pflichtigen Infrastrukturprojekten aufzeigen. Dabei setzen wir auf Kooperation mit der Ostregion und natürlich auch der Stadt Wien. Wir haben ein gemeinsames Ziel, wir wollen den Standort Wien attraktiver machen. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit, innovative Projekte, kurze Genehmigungsverfahren und eine effiziente Umsetzung. Die Standortanwaltschaft wird dabei eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Biach.

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