- 20.02.2019, 12:05:36
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Kadenbach: Volle Transparenz bei Pflanzenschutzmittel und Zusatzstoffen in Lebensmitteln
Großer Erfolg auch für EU-Bürgerinitiative "Stop Glyphosat"
Utl.: Großer Erfolg auch für EU-Bürgerinitiative "Stop Glyphosat" = =
Wien (OTS/SK) - Der Umweltausschuss hat heute über das
Verhandlungsergebnis der Reform des Lebensmittelrechts abgestimmt,
das auch das Zulassungsverfahren von Produkten, Techniken und Stoffen
entlang der Nahrungs- und Futtermittelkette regelt. "Dass die Stimmen
der BürgerInnen nicht ungehört verhallen, hat die Bürgerinitiative
'Stop Glyphosat' bewiesen. Es ist deshalb auch ein wichtiger Erfolg
der Zivilgesellschaft, dass bei der Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln oder Zusatzstoffen in Lebensmitteln ein
Höchstmaß an Transparenz eingehalten werden muss. Bei der
Lebensmittelsicherheit geht es schließlich um die Gesundheit der
Menschen und nicht die Profite der Industrie", sagt Karin Kadenbach
und ergänzt: "Trotz des heftigen Drucks der Agrar-Chemie-Lobby steht
am Abschluss der Verhandlungen mit EU-Parlament, Kommission und
Mitgliedstaaten ein gutes Ergebnis." ****
In Zukunft müssen alle Herstellerstudien zu Pestiziden und anderen
lebensmittelrelevanten Chemikalien bereits in einer Frühphase des
Zulassungsverfahrens allen BürgerInnen zugänglich gemacht werden.
Außerdem sollen alle Studien der EU-Lebensmittelbehörde EFSA gemeldet
werden. So wird sichergestellt, dass Studien, die den Herstellern
nicht gefallen, genauso im Zulassungsverfahren Berücksichtigung
finden. "Die neuen Transparenz-Regeln gelten für alle
Zulassungswerber. Was passiert, wenn Prüfstellen zu eng mit
Herstellern kooperieren, haben wir am Beispiel Glyphosat deutlich
gesehen. Ein solches 'Copy und Paste' von Gesundheitsfolgen der
Industriestudien kann es jetzt nicht mehr geben", so die
SPÖ-EU-Umweltpolitikerin.
Der vorliegende Gesetzesvorschlag muss noch vom Plenum des
EU-Parlaments final im März beschlossen werden. (Schluss) ls/mp
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