Seniorenbund setzt hohe Erwartungen in heutigen Lkw-Sicherheitsgipfel

Vorsitzende Ingrid Korosec hofft auf schnelle Umsetzung sowie Gesetzesentwurf: „Wenn es um Verkehrssicherheit geht, darf nicht zugewartet werden.“

Wien (OTS) - Der österreichische Seniorenbund begrüßt den von Verkehrsminister Norbert Hofer für den heutigen Dienstag einberufenen LKW-Sicherheitsgipfel. Vorsitzende Ingrid Korosec setzt große Erwartungen in die Gespräche. „Es ist ein wichtiges Signal, dass Bundesminister Hofer nicht nur Experten der Ministerien, sondern auch andere wichtige Interessensgruppen wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit und die Wirtschaftskammer an einen Tisch bringt und auch die Länder mit ins Boot holt. Den Worten müssen aber unbedingt Taten folgen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf, der Abbiegeassistenten in Lkws zwingend vorschreibt, muss schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden“, bekräftigt sie. Die europaweite Verpflichtung, neue Lkws mit Assistenz-Systemen auszustatten, tritt erst 2024 in Kraft. „Wenn es um Verkehrssicherheit geht, darf nicht zugewartet werden.“

Umrüstungsmaßnahmen und Feldtests bei öffentlichen Fuhrparks, die in einigen Bundesländern durchgeführt werden, seien ein erster Schritt, können aber nur den Anfang umfassender Maßnahmen darstellen. „Der Abbiegeassistent muss flächendeckend zur Ausstattung von Lkws gehören. Die öffentliche Hand hat hier besondere Verantwortung gegenüber ihren Bürgern“, so Korosec. Auch Autobusse sollten Assistenzsysteme erhalten, befindet die Seniorenbund-Vorsitzende.

Jeder vierte Unfalltote ist über 65

Nicht nur Kinder, auch Senioren sind besonders im Straßenverkehr gefährdet. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden allein 2017 101 Senioren bei Unfällen getötet und machen mit 24,4 Prozent beinahe ein Viertel aller Unfallopfer aus (2016 waren es mit 132 Unfallopfern noch 32 Prozent). 5.711 Personen, die älter als 65 Jahre waren, wurden darüber hinaus verletzt, 1.478 sogar schwer. Besonders auffällig ist, dass mehr als die Hälfte (52,5 Prozent) der verunglückten Senioren Radfahrer oder Fußgänger waren. Die Todesfälle als Insassen von Kraftfahrzeugen gingen hingegen von 52 auf 35 Personen zurück. „Das zeigt deutlich, dass Senioren vorrangig die Opfer und nicht Verursacher von Unfällen im Straßenverkehr sind. Anstatt sich darauf einzuschießen, ihre Mobilität mit verschärften Führerscheinregelungen einzuschränken, sollte mehr dafür getan werden, sie auf Österreichs Straßen so gut wie möglich zu schützen und für ihre Sicherheit zu sorgen“, plädiert Ingrid Korosec.

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