„Orientierung“ über die Kraft der Schamanen

Am 17. Februar um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem 17. Februar 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Kampf um Aufklärung: Kardinal und Exnonne über Missbrauch

Seit gut einer Woche sorgt ein vom Bayerischen Rundfunk (BR) aufgezeichnetes Gespräch zwischen der deutschen Theologin Doris Wagner und dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn für Aufsehen. Denn erstmals sprechen vor laufender Kamera einer der wichtigsten Kardinäle der römisch-katholischen Kirche und eine Ordensfrau, die Missbrauch erlebt hat, über sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch durch Priester, aber auch über die Zukunft der katholischen Kirche. Acht Jahre lang war Doris Wagner Mitglied der Ordensgemeinschaft „Das Werk“. Dort sei sie als junge Ordensfrau „sexuell und spirituell“ missbraucht und belästig worden. Von diesen Erfahrungen berichtet Doris Wagner auch in zwei Büchern: „Nicht mehr ich. Die wahre Geschichte einer jungen Ordensfrau“ und „Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche“. „Orientierung“ zeigt Ausschnitte aus diesem bemerkenswert offenen Gedankenaustausch zwischen Kardinal Christoph Schönborn und Doris Wagner. Bericht:
Stefan Meining (BR), Bearbeitung: Karoline Thaler.

Kraft der Schamanen: Die Emberá in Panama und ihr indigenes Erbe

Noch vor Beginn des katholischen Weltjugendtages mit Papst Franziskus Ende Jänner haben sich in Panama mehr als tausend indigene Jugendliche getroffen. Ein Novum, mit dem sie auf sich und ihre Anliegen aufmerksam machen wollten. Mit einer Videobotschaft reagierte Papst Franziskus: Sie sollten dankbar für die Geschichte ihrer Völker sein, sagte er, und mutig angesichts der Herausforderungen der heutigen Zeit. Auch in seiner ersten Ansprache in Panama ging Papst Franziskus mit wertschätzenden Worten auf das indigene Erbe des Staates ein. Sieben ethnische Gruppen leben heute auf panamaischem Staatsgebiet. Eine davon sind die Emberá, die dank Ökotourismus versuchen, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden. Ein „Orientierung“-Team hat eines ihrer Dörfer im Regenwald besucht. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

Ende der Blockade: Leningrad und die orthodoxe Kirche vor 75 Jahren

Vor 75 Jahren, am 27. Jänner 1944, gelang es der Roten Armee, den Belagerungsring um Leningrad (heute: Sankt Petersburg) zu sprengen und die deutschen Truppen in die Flucht zu schlagen. Fast 900 Tage zuvor, am 8. September 1941, hatte die „Blockade“ begonnen. Die Wehrmacht im Süden und finnische Truppen im Norden riegelten die Stadt ab. Die Folgen waren katastrophal. Mehr als eine Million Menschen kamen ums Leben; die meisten von ihnen starben nicht in Artilleriefeuer und Bombenhagel, sondern an Hunger und Entkräftung. Als rettend für andere erwies sich am Ende, dass ein Zugang zum Ladogasee im Osten der Stadt erhalten blieb. Die „Straße des Lebens“ über das Eis des zugefrorenen Sees wurde zur Lebensader. 75 Jahre nach dem Ende der Blockade sind die Ereignisse präsent und aktuell. Die Erinnerung sucht sich viele Wege des Gedenkens. Neue Forschungsprojekte sind im Gang. Nicht zuletzt die Geschichte der russisch-orthodoxen Kirche in der Blockade-Zeit erscheint dadurch in neuem Licht. Metropolit Alexij Simanskij rief damals über ideologische Grenzen hinweg dazu auf, die Sowjetregierung in der Verteidigung des Landes gegen die Aggressoren zu unterstützen. Gläubige fanden in den Kirchen Orte der Stärkung und der Trauerbewältigung. Ein kleines Tauwetter zwischen Staat und Kirche war die Folge. Bericht: Christian Rathner.

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