Oö. Volksblatt: "Mobilisierung" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 13. Februar 2019

Linz (OTS) - Wenn das tatsächlich der Plan A ist, den der scheidende Leondinger SPÖ-Bürgermeister Walter Brunner gestern den Medien präsentierte — nämlich dass er erstens geht, weil er will und nicht, weil er muss, und weil zweitens die Bevölkerung über das neue Stadtoberhaupt entscheiden soll —, dann wirkt er nicht ganz ausgereift. Denn für eine geordnete Übergabe-Strategie fehlt gleich einmal das Wichtigste: Eine klare Ansage, wann die Leondingerinnen und Leondinger zu den Urnen gehen sollen.
Tatsächlich hatte die SPÖ in Oberösterreichs viertgrößter Stadt ohnehin nur die sprichwörtliche Wahl zwischen Pest und Cholera — sprich Bürgermeisterwahl im Gemeinderat ab Ende September 2019 oder Volkswahl. Für Erstere zeichnete sich offensichtlich keine Mehrheit für die SPÖ-Kandidatin ab, weshalb es nun die Flucht nach vorne in die Bürgermeisterwahl gibt. Ein Blick auf die Wahlergebnisse der letzten Zeit zeigt freilich, dass diese in einer so genannten roten Hochburg auch keine g'mahde Wies'n ist: Bei der Landtagswahl 2015 war die SPÖ in Leonding (hinter ÖVP und FPÖ) nur drittstärkste Partei, bei der Gemeinderatswahl im selben Jahr sackten die Roten auf 33 Prozent ab. Und: Es geht um die Mobilisierung — denn bei der Stichwahl 2015 lag die Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.

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