Bärenjagd in Berlin: „kulturMontag Spezial aus Berlin“

Zu den 69. Filmfestspielen am 11. Februar in ORF 2

Wien (OTS) - Wenn es Stars wie Charlotte Rampling und Juliette Binoche, François Ozon und Christian Bale in die „Weltstadt mit Herz und Schnauze“ zieht, dann sind wohl die Bären los. Zur 69. und letzten Ausgabe von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick gibt sich aber nicht nur die internationale Filmprominenz ein Stelldichein. Österreichs Serien-Mastermind David Schalko feiert bei den Festspielen mit „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ seine hochkarätig besetzte Weltpremiere. Mit an Bord u. a. die österreichische Schauspielerin Sophie Rois, die seit mehr als 20 Jahren in Berlin lebt. Einen Überblick über die 69. Filmfestspiele, einige ihrer herausragenden internationalen wie heimischen Produktionen, den Glanz und Glamour am roten Teppich aber auch über andere aktuelle Themen der Stadt gibt der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag Spezial aus Berlin“ am 11. Februar 2019 um 23.10 Uhr in ORF 2.

„The Kindness of Strangers“ als Eröffnungsfilm, viel österreichisches Kino und Weltpremiere für Schalkos internationalen TV-Event „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“

In 18 Jahren ist der gebürtige Kölner Dieter Kosslick zum „Mr. Berlinale“ avanciert, dessen Markenzeichen – der rote Schal – auch heuer wieder nicht fehlen wird. Ihm ist es gelungen, die Berlinale, neben Cannes und Venedig, zu einem der wichtigsten internationalen Filmfestivals zu machen. Für die Spitze der diesjährigen Jury konnte Kosslick die Oscar-gekrönte französische Schauspielerin Juliette Binoche gewinnen, die schon 1997 bei den Filmfestspielen mit einem Silbernen Bären für ihre Darstellung in „Der englische Patient“ ausgezeichnet worden ist. 17 Filme aus aller Welt gehen heuer ins Rennen um die begehrten Trophäen. Eröffnet wird das weltgrößte Publikumsfestival mit „The Kindness of Strangers“ der dänischen Filmemacherin Lone Scherfig, die 2001 für ihren Dogma-Film „Italienisch für Anfänger“ mit dem Preis der Berlinale-Jury gewürdigt worden ist. Für Hollywood-Glamour auf dem roten Teppich sorgt der fünffach Oscar-nominierte Film „Vice“ mit Christian Bale, der außer Konkurrenz präsentiert wird.

Die Österreich-Präsenz wächst auf der heurigen Berlinale. Mit „Der Boden unter den Füßen“ ist Marie Kreutzer im Rennen um den Goldenen Bären vertreten. Ihr vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanziertes Drama rund um eine junge und erfolgreiche Unternehmensberaterin mit einem großen Geheimnis hat sie mit Valerie Pachner, Pia Hierzegger und Mavie Hörbiger prominent besetzt. In der „Forum“-Sparte sind die Filmadaption von Elfriede Jelineks Roman „Die Kinder der Toten“, die in Zusammenarbeit mit dem steirschen herbst entstanden ist, und Nikolaus Geyrhalters neue Dokumentararbeit „Erde“ zu sehen. Darin beschäftigt sich der gesellschaftspolitisch engagierte Filmemacher mit den Großbaustellen des Planeten. Beide ebenfalls im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF kofinanzierte Produktionen.

Für Aufsehen sorgen wird David Schalkos sechsteiliger internationaler TV-Event „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, basierend auf dem gleichnamigen Klassiker von Fritz Lang aus dem Jahr 1931 (ORF eins zeigt das Original am 17. Februar um 23.40 Uhr). Die von ORF, TV NOW und Superfilm koproduzierte Serie feiert in der Reihe „Berlinale Series“ im legendären Zoopalast Weltpremiere. Für seine Adaption konnte Schalko Stars wie Verena Altenberger, Moritz Bleibtreu, Lars Eidinger, Sophie Rois oder Udo Kier gewinnen. Während in Fritz Langs „M“ ein Kindsmörder das Berlin der Zwischenkriegszeit in Angst und Schrecken versetzt, verlegt Schalko die Geschichte ins Wien der Gegenwart. Die bildgewaltige, mitreißende Serie ist am 17., 20. und 22. Februar jeweils in Doppelfolgen (um 20.15 und 21.00 Uhr) in ORF eins zu sehen.

Hippe, eklektische Metropole: Österreichische Künstlerinnen und Künstler in Berlin

„Janz Berlin is eene Wolke“ aus Glanz, Glamour und dem typischen Berliner Lifestyle. All das verschmilzt hier zu einem kreativen Gesamtkunstwerk, das alljährlich Hunderttausende anlockt. Die Metropole im Hintergrund tut ihr Übriges. Berlin, ein weltoffener und aufregender Kulturschauplatz von ungebrochener Anziehungskraft, dem sich auch österreichische Künstlerinnen und Künstler nicht entziehen können. Schon der Aktionist Günter Brus und der Schriftsteller und Gastronom Oswald Wiener flohen in den 1970er Jahren aus dem engen, konservativen Wien nach Berlin. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1989 zog es nicht nur die Politik an die Spree, sondern auch Verlage, Musiklabels und Medien. Mit den Unternehmen und Ausgehmeilen entstand ein regelrechter Hype. Seitdem strömen die Massen in die hippe eklektische Metropole. Auch 10.000 Österreicherinnen und Österreicher leben laut Statistikamt Berlin-Brandenburg in der deutschen Hauptstadt und haben sichtlich mit ihrem Schmäh-statt-Schnauze-Rezept Erfolg. Mittendrin die oberösterreichische Schauspielerin Sophie Rois, die seit mehr als 20 Jahren sowohl auf den Berliner Theaterbühnen wie im Film gefeiert wird oder der Wiener Galerist Markus Peichl, der soeben am stillgelegten Flughafen Tempelhof eine coole Location für seine zweite Dependance gefunden hat.

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