Hörl: Sachliche Diskussionen statt emotionale Petitionen!

Gesamtfläche für Siedlungen, technische Anlagen und Verkehrsflächen beträgt lediglich 3,1 Prozent in Tirol

Vielleicht ist es die zweifelhafte inhaltliche Grundlage, die zu diesem Ergebnis geführt hat
Abg.z.NR Franz Hörl, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes
Fakt ist vielmehr, dass etwa 87% der Gesamtfläche Tirols hochalpine Fels- und Eisflächen, Waldflächen und alpines Grünland sind, die nicht dauerhaft besiedelbar sind. Die Gesamtfläche für Siedlungen, technische Anlagen und Verkehrsflächen beträgt hingegen lediglich 3,1 Prozent
Abg.z.NR Franz Hörl, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes
Anstatt Zahlen, Daten und Fakten einer Marketinginitiative anzupassen, würde ich mich freuen, wenn die Funktionäre von WWF, Alpenverein und Naturfreunde ihren Mitgliedern das richtige Verhalten in der Natur näher bringen würden.
Abg.z.NR Franz Hörl, Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes

Innsbruck (OTS) - Für Franz Hörl ist die von WWF, Alpenverein und Naturfreunden intensiv beworbene Petition „Die Seele der Alpen“ in erster Linie ein Marketinginstrument. „Dabei klammere ich aus, dass diese gerade einmal von vier Prozent der insgesamt rund 700.000 Mitglieder der drei Organisationen unterzeichnet wurde. Vielleicht ist es die zweifelhafte inhaltliche Grundlage, die zu diesem Ergebnis geführt hat“, so Hörl. Er fordert daher umso vehementer einen neuen Kurs in der Zusammenarbeit: „Sachliche Diskussionen statt emotionale Petitionen!“

So wird bei der Unterschriftenaktion für das Land Tirol ein Flächenanteil von 26 Prozent als „alpine Freiräume“ angeführt. „Hier kann es sich nur um die Naturschutzgebiete handeln, die in Tirol 25,97 Prozent der Landesfläche ausmachen“, so Hörl. Vermittelt werde jedoch, dass dies der einzige naturbelassene Raum sei, was jedoch nicht der Realität entspreche. „Fakt ist vielmehr, dass etwa 87% der Gesamtfläche Tirols hochalpine Fels- und Eisflächen, Waldflächen und alpines Grünland sind, die nicht dauerhaft besiedelbar sind. Die Gesamtfläche für Siedlungen, technische Anlagen und Verkehrsflächen beträgt hingegen lediglich 3,1 Prozent.

Auch der Blick auf die Waldflächen zeigt, dass das von den Initiatoren gezeichnete Bild des Zurückdrängens des Naturraumes nicht korrekt ist. Der Wald nimmt auch in Tirol beständig zu und bedeckt aktuell 41% der Landesfläche. Die in den Berggebieten anderer Bundesländer beobachtbare „Verfinsterung“ der Landschaft durch großflächige Aufforstungen ist in Tirol jedoch noch kaum beobachtbar. Auch die Abnahme der Landwirtschaft trägt weiter dazu bei, dass der Kulturraum weniger, der Naturraum immer mehr werde. Derzeit nützt die Agrarwirtschaft nur noch etwa 22 % des Landesgebietes, vor 50 Jahren war es fast doppelt so viel. „Der gesamthafte Blick auf die Fakten zeigt, dass selbst im tourismusintensiven Land Tirol die Flächennutzung durch den Menschen gering ist und dies aufgrund der topographischen Situation auch so bleiben wird“, so Hörl.

Aufgrund der Fakten kann Hörl die Forderungen der alpinen Vereine an Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die noch bis April den Vorsitz der Alpenkonvention inne hat, nur schwer nachvollziehen und lässt mit einem Gegenvorschlag aufhorchen: „Anstatt Zahlen, Daten und Fakten einer Marketinginitiative anzupassen, würde ich mich freuen, wenn die Funktionäre von WWF, Alpenverein und Naturfreunde ihren Mitgliedern das richtige Verhalten in der Natur näher bringen würden. Besonders Tourengeher, die ohne Rücksicht auf Wildlebensräume und Eigentumsverhältnisse rudelweise Tiere verscheuchen und in steile Gräben und Schluchten treiben, sind in dieser Wintersaison ein großes Problem.“

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Rücksichtsloses Verhalten von Tourengeher

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