Grünes Licht für neuen Horrorfilm von Franz und Fiala

Förderzusagen des Filmfonds Wien zur 1. Jurysitzung 2019

Wien (OTS) - In der ersten Förderrunde des Filmfonds Wien erhalten der neue Horrorfilm von Veronika Franz und Severin Fiala und die neue Kinokomödie von Andreas Schmied Unterstützung. Der Filmnachwuchs ist unter anderem mit dem Kinoregiedebüt von Daniel Prochaska und der Diagonale-Gewinnerin Clara Stern vertreten, die ihr Langfilmdebüt vorbereitet.

Bei der ersten Sitzung im Jahr 2019 erteilte die Jury, bestehend aus Roshanak Behesht Nedjad, Gabor Greiner, Nicole Kellerhals, Philipp Kreuzer und Gerlinde Seitner insgesamt 10 Projekten Zusagen – Mittel in Höhe von 2,38 Millionen Euro wurden vergeben. Eingereicht waren 20 Projekte mit einer Antragssumme von 4,64 Millionen Euro.

Sechs Projekte erhalten Herstellungsförderung in Gesamthöhe von 2.301.600 Euro.

Nach dem Erfolg ihres Films ICH SEH ICH SEH und internationalen Projekten setzt das Regie- und Autoren-Duo Veronika Franz und Severin Fiala ein weiteres Arthouse-Horror-Projekt in Österreich um. Der historische Stoff DES TEUFELS BAD greift ein Phänomen angeblicher Ritualmorde im 18. Jahrhundert auf und orientiert sich an damaligen Gerichtsprotokollen. Valerie Pachner und Maria Hofstätter übernehmen die Hauptrollen in der Koproduktion der Wiener Ulrich Seidl Film und der Köllner Heimatfilm.

HALS ÜBER KOPF ist nach LOVE MACHINE die neue Kinokomödie von Regisseur und Autor Andreas Schmied. Um von ihrer arrangierten Hochzeit zu fliehen, versteckt sich Ella, die Tochter eines korrupten Bankiers, im Kofferraum eines Wagens. Als das Auto jedoch von einem Kleinganoven gestohlen wird, entschließt sie sich, es ihrem Vater mit einer inszenierten Entführung heimzuzahlen. Die Dreharbeiten der Aichholzer Filmproduktion sind für den Sommer geplant.

Die Mona Film Produktion wird mit DAS SCHAURIGE HAUS einen Mystery-Film für ein jugendliches Publikum umsetzen. Die Brüder Hendrik und Eddi ziehen mit ihrer Mutter von Hannover nach Kärnten. Nicht nur, dass sie ihre alte Heimat und Freunde vermissen, zu allem Übel scheinen sie in einem verfluchten Haus zu wohnen. Das Drehbuch von Marcel Kawentel und Timo Lombeck wird von Neo-Kinoregisseur Daniel Prochaska inszeniert.

GROSSE FREIHEIT erzählt die fiktive Geschichte des Homosexuellen Hans. Erstmals in der NS-Zeit wegen seiner Sexualität ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wird er auch in den Nachkriegsjahrzehnten verfolgt und immer wieder inhaftiert. Während seiner Gefängnisaufenthalte gelingt es ihm jedoch, eine Beziehung mit dem verurteilten Mörder Viktor aufzubauen. Regisseur Sebastian Meise hat gemeinsam mit Thomas Reider das Drehbuch verfasst. Franz Rogowski und Georg Friedrich werden die Hauptrollen in der Koproduktion der Wiener FreibeuterFilm und der Leipziger Rohfilm übernehmen.

Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der neue Film von Regisseur und Autor Jakob M. Erwa vom turbulenten Aufstieg der jungen Friseurin VALESKA, die über Nacht zum gefragten Model wird. Doch niemand weiß, dass Valeska eigentlich ein Mann ist und mit dem wachsenden Erfolg droht ihr Geheimnis gelüftet zu werden. Die deutsch-österreichisch-belgische Koproduktion, die zu einem Großteil im Paris der 80er-Jahre spielt, wird von der Wiener Prisma Film koproduziert.

In ihrem neuen Film WISE WOMEN begleitet Dokumentarfilmerin Nicole Scherg Hebammen an den verschiedensten Orten der Welt. Die Produktion der Nikolaus Geyrhalter führt nach Sibirien, Mexiko, Wien, Dubai und Malawi. Die Porträts der Geburtshelferinnen und ihrer Arbeit spiegeln zudem die politische und wirtschaftliche Situation des Landes sowie die Stellung der Frau in der Gesellschaft wider.

Vier Projekte erhalten Projektentwicklungsförderung in Höhe von 75.000 Euro.

Dorothea Neff, gefeierte Charakterdarstellerin des Wiener Volkstheaters, versteckte von 1941 bis Kriegsende ihre Freundin Lillie Wolf in ihrer Wohnung und schützte sie vor der Verfolgung und Ermordung durch das NS-Regime. Die Interspot Filmproduktion plant mit ÜBERLEBEN eine Verfilmung der auf Tatsachen beruhenden Geschichte unter der Regie von Erich Steiner, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet.

Nikolaus Geyrhalter Film entwickelt das Langfilmdebüt von Regisseurin Clara Stern, die auf der letztjährigen Diagonale für ihren Kurzfilm MATHIAS ausgezeichnet wurde. Mit TRAINING widmet sie sich einem Coming-of-Age-Stoff, in dem sich eine rebellische Eishockeyspielerin in ihre Teamkonkurrentin verliebt.

La Banda Film projektiert eine dokumentarische Langzeitbeobachtung über die Arbeit und den Alltag im Österreichischen PARLAMENT. Filmemacher Michael Palm nutzt das Motiv, um über den Zustand der Demokratie, deren mögliche Zukünfte und drohende Verfallserscheinungen zu reflektieren. Den zeitlichen Rahmen bildet die Sanierung und Neugestaltung des Parlamentsgebäudes bis hin zum geplanten Wiedereinzug der ParlamentarierInnen im Jahr 2021.

Regisseurin Angela Christlieb plant, sich in die Welt der KunstsammlerInnen zu begeben und die KinobesucherInnen einen Blick hinter die Kulissen einiger der bedeutendsten Artkollektionen zu ermöglichen. Dabei stellt sie die Frage nach dem ökonomischen und ideellen Wert von Kunstwerken und der Triebkraft, aus der sich die Leidenschaft von Kunstsammlern speist. Der Dokumentarfilm PRECIOUS – FOR THE LOVE OF ART wird von der Wiener FlairFilm vorbereitet.

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