Oö. Volksblatt: "Kleine Geschichte?" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 2. Februar 2019

Linz (OTS) - Dass Finanzminister Hartwig Löger demnächst die Landeshauptstadt Linz besucht, um über das Ende der Schuldenpolitik zu referieren, hat etwas Pikantes. Denn die Linzer Genossen hadern mit dem ÖVP-Minister, seit er sich für die Aktenaffäre interessiert. Zur Erinnerung: Am Strafamt des Magistrats wurden Hunderte Anzeigen der Finanzpolizei nicht bearbeitet, womit sie verjährten. Der öffentlichen Hand — und damit letztlich dem Steuerzahler — entgehen dadurch nicht nur Hunderttausende Euro an Strafgeldern, vielmehr entstehen auch noch hohe Anwaltskosten. Dennoch ist aus Sicht der Genossen Löger der Böse, weil er — wie erstaunlich für den Verantwortlichen der Finanzpolizei — die Vorgänge verfolgt und kommentiert. Bemerkenswert: In einer parlamentarischen Anfrage will SPÖ-Abgeordneter Dietmar Keck vom Finanzminister nun zwar alles mögliche wissen, um aus den Antworten eine Verschwörungstheorie gegen Linz konstruieren zu können, nur eines interessiert Volksvertreter Keck nicht — wie hoch nämlich der finanzielle Schaden sein dürfte. Was wiederum nicht ganz verwundert, denn die Aktenaffäre an sich ist für Keck nur eine „kleine Geschichte“, wie er der Krone freimütig anvertraute.
So reden sich Rote Skandale schön.

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