Krisenpflegeeltern stärken statt Leistungen kürzen!

Kein Verständnis hat Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes für die Tatsache, dass Krisenpflegeeltern künftig erst nach drei Monaten Kinderbetreuungsgeld zusteht

Wien (OTS) - „Das ist für mich eine Diskriminierung der Pflegeeltern“, kritisiert Trendl und führt aus: „Es ist unverständlich, warum manche Eltern rund 2.000 Euro einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld pro Monat erhalten, während Krisenpflegeeltern erst nach 3-monatiger Pflege die Pauschalvariante zustehen soll.“

Für die größte überparteiliche Familienorganisation leisten Pflegeeltern eine unschätzbar wichtige Arbeit: „Das ist ein extrem wichtiger Dienst an den betroffenen Kindern und der ganzen Gesellschaft und dafür möchte ich mich auch ausdrücklich bedanken“, sagt Trendl und führt weiter aus: „Daneben helfen sie aber auch der öffentlichen Hand sparen; die Unterbringung bei Pflegeeltern ist nicht nur für die betroffenen Kinder eine große Hilfe, sie kommt der öffentlichen Hand auch deutlich günstiger als betreutes Wohnen.“ Daher fordert der Familienverband, dass Krisenpflegeeltern Kinderbetreuungsgeld ab dem ersten Tag der Pflege zusteht und eine Lösung gefunden wird: „Diese Maßnahme mit einem Höchstgerichtsurteil zu rechtfertigen ist zu kurz gedacht“, so der Präsident des Katholischen Familienverbandes und er gibt zu bedenken: „Von den etwa 200 Krisenpflegeeltern österreichweit haben zwei Drittel die Kinder kürzer als drei Monate. Krisenpflegeeltern haben fallweise auch ein Vielfaches der normalen Kosten für Kinder zu zahlen - manche Kinder sind traumatisiert und brauchen zusätzliche Behandlungen oder Hilfsmittel“, so der Familienverbandspräsident. Sein Appell an den Gesetzgeber: „Finden Sie eine bessere Lösung für diese extrem wichtige Familienarbeit, hier wird am falschen Platz gespart."

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