„Orientierung“ über Debatte um Karfreitag: Was kommt nach „exklusiver“ Feiertagsregelung?

Am 3. Februar um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 3. Februar 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Debatte um Karfreitag: Was kommt nach „exklusiver“ Feiertagsregelung?

Frei für alle, für einige oder keinen? Seit der Europäische Gerichtshof in der bisherigen österreichischen Karfreitagsregelung – der Karfreitag als „exklusiver“ Feiertag für Mitglieder der Evangelischen Kirchen A.B. und H.B. sowie der Evangelisch-methodistischen und der Altkatholischen Kirche – eine Ungleichbehandlung erkannt hat, gibt es landesweit heftige Diskussionen. Theologisch scheint dabei klar: Ohne Karfreitag kein Ostersonntag und ohne Ostersonntag kein Christentum. Doch wie geht es jetzt weiter? Nicht weniger als elf Varianten für eine Umsetzung des EuGH-Urteils werden derzeit verhandelt und bereiten Kirchenvertretern, Juristen und Politikern Kopfzerbrechen. Viele Fragen sind nach wie vor offen. Noch vor dem 19. April, dem Karfreitag 2019, muss entschieden werden. Doch was macht den Karfreitag so besonders? Welchen Stellenwert hat er für evangelische und welchen für römisch-katholische Christinnen und Christen? Und warum wird dieser Tag – im Gedenken an den Kreuzestod Jesu Christi – von Katholiken und Protestanten doch unterschiedlich begangen? Die „Orientierung“ hat mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener christlicher Kirchen über den Stellenwert des Karfreitags, über Tod und Auferstehung sowie über mögliche Lösungsvorschläge zur Feiertagsdebatte gesprochen. Bericht: Karoline Thaler.

Spaltung mit Folgen: Orthodoxer Kirchenzwist in der Ukraine

Seit dem orthodoxen Weihnachtsfest am 6. Jänner ist die orthodoxe Christenheit um eine weitere selbstständige Kirche reicher – die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche. Ihr verlieh an diesem Tag im Phanar in Istanbul der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios, die kanonische Selbstständigkeit. Damit verbunden sind einerseits der Zusammenschluss der bisherigen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats und der deutlich kleineren Autokephalen Kirche der Ukraine, andererseits massive kirchliche Spannungen in der Ukraine: Die einflussreiche Ukrainisch-Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats – der wiederum „Nähe zum russischen Aggressor“ vorgeworfen wird – betrachtet die Neuordnung als Kampfansage, auch in anderen Teilen der orthodoxen Welt stößt die Entscheidung des Ökumenischen Patriarchats auf Widerstand. In der Ukraine selbst geht es nun um die Verschiebung orthodoxer Kräfteverhältnisse: Die neue „Nationalkirche“ – unterstützt vom wahlkämpfenden Präsidenten Petro Poroschenko – will sich als „einzig relevante orthodoxe Kirche“ das Landes etablieren. Der 40-jährige Metropolit Epiphanius, das Oberhaupt der jungen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche, sieht seine Kirche zwar in einer schwierigen Phase der Neuordnung, teilt aber Ängste vor heftigen Konflikten unter orthodoxen Gläubigen nur bedingt. Zu seiner feierlichen Amtseinführung am Sonntag in Kiew wird auch der Ökumenische Patriarch Bartholomaios erwartet. Bericht: Christian Wehrschütz.

Jude und Erlöser: Jesus-Bilder auf dem akademischen Prüfstand

Mit einer zentralen Frage im christlich-jüdischen Dialog beschäftigte sich dieser Tage eine internationale Tagung in Wien: „Christentum im Angesicht des Judeseins Jesu“. Unter den Vortragenden der hochkarätig besetzten Veranstaltung befanden sich auch der deutsche Rabbiner Walter Homolka und der katholische Fundamentaltheologe Magnus Striet. Mit dem gemeinsam verfassten Buch „Christologie auf dem Prüfstand. Jesus der Jude – Christus der Erlöser“ (erschienen im Herder-Verlag) haben die beiden auch wichtige Beiträge in das Symposion eingebracht. Bericht: Ursula Unterberger, Christopher Meiller.

Tempel des Mormon: Riesiges Gotteshaus in Rom vor Eröffnung

Von weither sichtbar sind die beiden fast 50 Meter hohen Türme des Mormonentempels in Rom, der Mitte März offiziell eröffnet werden soll. Rund sechs Hektar umfasst das Gelände insgesamt, auf dem sich auch ein Besucherzentrum, ein Gästehaus und ein Archiv befinden. Der neue Tempel gilt für die 1830 vom US-Amerikaner Joseph Smith gegründete Glaubensgemeinschaft als Drehscheibe für den gesamten Mittelmeerraum. In Italien selbst gibt es rund 100 Gemeinden mit 25.000 Mitgliedern. Weltweit sollen es mehr als 15 Millionen sein. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – so der offizielle Name – engagiert sich auch in verschiedenen Umwelt- und Sozialprojekten. Mormonentempel dürfen, sobald sie geweiht sind, von Nicht-Mitgliedern nicht mehr betreten werden. „Tage der offenen Tür“ bieten derzeit Nicht-Mormonen die seltene Gelegenheit, ein Gotteshaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – wenige Wochen vor der Eröffnung – auch von innen kennenzulernen. Bericht: Mathilde Schwabeneder.

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