Pendlerinitiative startet Kampagne „Roadpricing - NEIN DANKE“

Widerstand gegen europaweite Abzocke von Autofahrern

Graz (OTS) - Die Richtlinie für eine kilometerbezogene Maut wurde zuerst im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN) und danach im Europäischen Parlament mehrheitlich beschlossen und liegt jetzt beim Rat der Europäischen Union um den Trilog der europäischen Gesetzgebung zu vervollständigen. Die Gefahr der Einführung einer flächendeckenden europäischen Autobahnmaut ist nach wie vor nicht gebannt, da der Rat der EU-Mitgliedstaaten seine Position erst festlegen muss und die Umsetzung dieser PKW-Maut im EU-Rat keine Einstimmigkeit erfordert.

„Unsere Initiative macht mobil um insbesondere Pendler vor zusätzlicher Belastung zu bewahren“, will sich Franz Gosch, Obmann der Pendlerinitiative, weiterhin stark gegen eine kilometerabhängige PKW-Maut einsetzen.

„Es ist zu befürchten, dass die Kosten für den Weg zur Arbeit für viele höher ausfallen werden, als der Ertrag durch Arbeit einbringt“, gibt Franz Gosch, er ist auch Steirischer AK-Vizepräsident im Rahmen der Präsentation des Pendlerreports, zu bedenken.

Der jährlich veröffentlichte Pendlerreport dient als Grundlage für die Erarbeitung von Positionspapieren und Initiativen, um die Situation der Pendler zu verbessern. „Der Weg zur Arbeit ist teuer, zeitraubend, gefährlich und durch erhöhte Stressbelastung auch schlecht für die Gesundheit“, skizziert Christgewerkschafter Gosch die Belastungen, denen viele Pendler tagtäglich ausgesetzt sind.

Am Beispiel der Steiermark lässt sich erahnen, wieviel Menschen in die Arbeit pendeln. Exakt 61,4% der unselbstständigen Erwerbstätigen pendeln aus ihrer Wohnortgemeinde aus, um zur Arbeit zu gelangen. Wird die „Kilometer-Maut“ tatsächlich umgesetzt, dann würden den steirischen Pendlern, vorsichtig geschätzt, bis zu € 2.000,-Mehrkosten pro Jahr entstehen. „Das bedeutet einen Netto-Einkommensverlust für Pendler, weil damit der Ertrag der Arbeit um diese Mehrbelastung sinken würde“, rechnet der Pendler-Obmann vor, um gleichzeitig an die EU-Entscheidungsträger zu appellieren, die geplante Maßnahme zu überdenken.

Zu diesem Thema startet die Pendlerinitiative ab sofort die Kampagne "Roadpricing – NEIN DANKE" (www.pendlerinitiative.at), "mit der in ganz Österreich mit Unterschriften gegen die geplante Kilometer-Maut mobil gemacht wird“, so Gosch. Als erste Maßnahme wurde das Anliegen der Pendlerinitiative bereits beim Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eingebracht. Mit prominenter Unterstützung. So hat der Europaabgeordnete Lukas Mandl (ÖVP) zugesagt, das Anliegen der Pendler und Autofahrer im Petitionsausschuss tatkräftig voranzutreiben.

Die Pendlerinitiative ist Anlaufstelle für Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Beschwerden für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich. Neben der nun gestarteten Kampagne fordert der Obmann der Pendlerinitiative günstige Zeitkartentickets für Teilzeitbeschäftigte und die Überarbeitung der Pendlerförderung für eine spürbare Steuerentlastung für Pendler im Zuge der bevorstehenden Steuerreform.

Rückfragen & Kontakt:

Franz Gosch
Obmann der Pendlerinitiative
Mobil: 0676/817114227
www.pendlerinitiative.at
www.mitfahrboerse.st

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