Oö. Volksblatt: "Keine Spielchen" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 24. Jänner 2019

Linz (OTS) - Ein bisschen einfach macht es sich die frühere Gesundheitsministerin und nunmehrige SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner mit ihrer Kritik an der Regierung in Sachen Ärztemangel schon. Denn erstens ist es so, dass eh Maßnahmen zur Verbesserung der allgemein-medizinischen Versorgung (Hausärzte) getroffen wurden und werden. Und zweitens, da muss man der FPÖ-Gesundheitsssprecherin Brigitte Povysil Recht geben: Die — demografisch bedingte — drohende personelle Lücke bei den Allgemeinmedizinern ist nicht erst erkennbar, seit die SPÖ nicht mehr in der Regierung sitzt. Auch Ministerin Rendi-Wagner und ihre roten Vorgänger(innen) waren mit dieser Thematik konfrontiert. Außerdem könnte man auch fragen, was die von einem roten Funktionärsüberhang selbstverwalteten Gebietskrankenkassen zur Verbesserung der Situation beigetragen haben.
Eines sollte jedenfalls nicht passieren — dass nämlich die Suche nach notwendigen Lösungen mit einer bewusst betriebenen Verunsicherung der Patienten einhergeht. Genau das aber muss sich die SPÖ vorwerfen lassen, auf Landesebene ebenso wie auf Bundesebene. Doch die Gesundheitsversorgung eignet sich ganz und gar nicht für parteipolitische Spielchen.

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