Team Kärnten/Köfer: Causa Flughafen wird immer dubioser

Team Kärnten fordert vollständige Offenlegung der Flughafen-Verträge

Klagenfurt (OTS) - Um was geht es bei der Causa Flughafen wirklich? Dieser Frage wird das Team Kärnten in Kürze im Rahmen einer Pressekonferenz und in der nächsten Landtagssitzung am 31. Jänner nachgehen. „Auch aufgrund unseres ständigen medialen Drucks, was die Vorlage der Verträge rund um den Flughafen-Deal betrifft, kommt mittlerweile etwas mehr Licht ins Dunkel. Unsere Frage, ob der Flughafen nur als Grundstücks-Spekulationsobjekt dient oder ob dort auch zukünftig Flugzeuge starten und landen sollen, wird mittlerweile von einigen Beteiligten beantwortet: Leider aber nur scheibchenweise und unvollständig“, führt heute Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer aus, der sich weiter an der Kommunikationspolitik rund um die Zukunft des Flughafens stößt: „Bis dato gab es nur unzureichende oder überhaupt gar keine Informationen von Seiten des Landes, der Stadt und dem Investor zur weiteren Zukunft des teilprivatisierten Klagenfurter Flughafens. Es ist unzumutbar, dass die Öffentlichkeit über keine Details über die tatsächlichen Absichten am Flughafengelände informiert wird. Wir steigen von unserer klaren Forderung nach der vollständigen Offenlegung der Flughafen-Verträge, wie sie auch von LH Kaiser im Sommer versprochen wurde, nicht herunter. Dass weiter alles unter Verschluss bleibt, ist absolut inakzeptabel.“

Köfer fordert zudem völlige Transparenz über die finanziellen Ausformungen des Deals: „Eine genauere Recherche des öffentlich zugänglichen Zahlenmaterials wirft viele Fragen, Stichwort Kapitalaufstockung, auf. Zudem gibt es zahlreiche kritische Punkte, die von der Betriebsverpflichtung, über Klauseln und Nebenabsprachen bis hin zu Passagierzahlen reichen. Was passiert beispielsweise, wenn die Passagierzahlen einmal wirklich unter 100.000 fallen? Aufgrund des alles andere als eindeutigen Bekenntnisses der AUA zu Klagenfurt und dem Abzug von 30 Mitarbeitern ist weiter mit dem Schlimmsten zu rechnen.“ Auch die geplante Verlegung des Messegeländes wurde von Köfer längst vorausgesagt: „Daher stellt sich die berechtigte Frage, ob es dem Mehrheitseigentümer um den Flughafen, den Flugbetrieb oder einzig und alleine um Grundstücke geht? Eine Verlegung der Messe zum Flughafen würde das gesamte Klagenfurter Stadtbild dramatisch verändern und eine riesige sowie hochwertige Fläche in der Innenstadt in ein enormes Spekulationsobjekt verwandeln. Wenn man das will, sollte man es auch öffentlich sagen.“

Die gestern bekanntgewordenen Pläne in Richtung einer Flugshow am Airport bezeichnet Köfer als Ablenkungsmanöver von den derzeitigen Mega-Troubles und als Blendgranate: „Beim Flughafen darf es nicht um irgendwelche Brot und Spiele-Aktionen gehen, sondern vielmehr um das Kerngeschäft und das ist ganz klar der tägliche Reiseverkehr. Gerade in diesem Bereich ist die Entwicklung, nicht nur aufgrund der AUA-Pläne, dramatisch.“ Ein Flughafen müsse, wie Köfer betont, auch als Flughafen geführt werden. „Solange rund um die Verträge und sämtliche Klauseln sowie Nebenabsprachen keine Transparenz herrscht, werden Gerüchte weiter befeuert und ihnen fruchtbarer Nährboden geliefert. Das kann nicht im Sinne der Landesregierung und des Investors sein. Es müssen alle Informationen offengelegt werden und das sofort.“

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