„Am Schauplatz“-Reportage „Samenspender gesucht“ am 24. Jänner um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Samenspenden waren früher verpönt, heute machen sie viele Menschen glücklich: unfruchtbare Paare, lesbische Paare oder alleinlebende Frauen, die ohne die Spende von Fremdsamen keine Chance auf ein Kind hätten. Doch was ist mit den Kindern, die ihren biologischen Vater nicht kennen? Dieser Frage geht Tiba Marchetti in der „Am Schauplatz“-Reportage „Samenspender gesucht“ am Donnerstag, dem 24. Jänner 2019, um 21.05 Uhr in ORF 2 nach:

Sunny, eine 38-jährige Berlinerin, hat mit zehn Jahren erfahren, dass ihr Papa nicht ihr biologischer Vater ist. Sie hat sich zwar immer „wertvoll und geliebt“ gefühlt, sich aber dennoch auf die Suche nach dem Samenspender gemacht. „Es fehlt etwas, wenn man nicht weiß, woher man stammt“, erzählt Sunny. „Es ist, als ob in deinem Haus der Keller versperrt ist und du nicht weißt, was drinnen ist.“

Inzwischen gibt es gesetzliche Regelungen: In Österreich müssen Samenspender ihre Identität offenlegen. Die Kinder dürfen ab 14 erfahren, wer ihr Vater ist.

Melanie und Milena werden ihr Kind früh aufklären. Immerhin ist es bei zwei Mamas offensichtlich, dass das Kind nicht allein von ihnen stammen kann. „Milena möchte als erste ein Kind bekommen. Wenn alles gut läuft, bekomme ich in ein paar Jahren das zweite“, sagt Melanie. Die beiden Volleyball-Schiedsrichterinnen haben ihren Wunsch an die Samenbank schon abgegeben: „Wir wollen einen Wikinger-Typ. Er soll groß, stark und blond sein“.

Jochen aus Berlin wäre so ein Typ. Er ist allerdings privater Samenspender und bietet seine Dienste per Internet an – anonym. „Die meisten Frauen wollen die Bechermethode: Der Samen kommt in den Becher, von dort in die nadellose Spritze und dann in die Scheide. Am besten noch körperwarm, damit es funktioniert.“ Jochen reist für Samenspenden sogar in andere Städte. Dafür bekommt er eine Aufwandsentschädigung. „Geschäft ist das keines“, sagt er, „das soll es auch nicht sein“.

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