Oö. Volksblatt: "Grün-pinkes Foul" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 18. Jänner 2019

Linz (OTS) - Mit seinen Plänen für ein eigenes Fußballstadion nahe dem Pichlingersee hat sich der wiederbelebte „Stolz von Oberösterreich“, kurz LASK, auf ein politisches Minenfeld begeben. Denn das Vorhaben, über das sich sachlich trefflich debattieren lässt, wird gerade von Grünen und (einem) Neos für einen Infight über die Lufthoheit an den ökobewegten Stammtischen benutzt. Besonders aufregen können sich die Grünen darüber, dass es von SPÖ, FPÖ und ÖVP keinen Freibrief für eine angeblich von Tausenden begehrte Volksbefragung gibt, sondern dass vielmehr genau das getan werden muss, was in Fällen direkter Demokratie üblich ist: Die Befragens-Begehrer müssen 6100 Unterschriften sammeln, damit der Weg für die Volksbefragung frei wird. Darin eine Schikane zu sehen, ist für eine basisdemokratisch angehauchte Gruppierung reichlich seltsam. Aber seltsam ist mehr: Etwa der Umstand, dass Abertausende Linzer mit einer Frage befasst werden, die ihren unmittelbaren Lebensraum nicht berührt, während die Astener oder Florianer viel näher am möglichen Stadionstandort sind. Oder: Dass man ein ordnungsgemäßes rechtsstaatliches Verfahren, in dem über das Vorhaben (positiv oder negativ) befunden wird, gleich gar nicht zulassen will. Wenn das kein Foul ist.

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