- 17.01.2019, 18:25:06
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Österreichische Ärztekammer: Kein Wunder bei den Hausärzten geschehen
Eine falsche Übersetzung einer Eurostat-Statistik bescherte Österreich einen scheinbaren Hausärzte-Boom. Das Gegenteil ist nach wie vor der Fall.
Utl.: Eine falsche Übersetzung einer Eurostat-Statistik bescherte
Österreich einen scheinbaren Hausärzte-Boom. Das Gegenteil ist
nach wie vor der Fall. =
Wien (OTS) - Wieder einmal sorgt eine Eurostat-Statistik für einige
Verwirrung. Durch einen Übersetzungsfehler, der Allgemeinmediziner
mit Hausärzten gleichsetzte, stand Österreich am Donnerstag für kurze
Zeit plötzlich an dritter Stelle bei der Hausarzt-Dichte in der EU.
Von solchen Zahlen kann in Zeiten des Ärztemangels natürlich keine
Rede sein.
ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres meinte dazu: „Es ist ohnehin schon
schwer genug, internationale Statistiken zu erstellen, die
unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Gesetzgebungen abbilden sollen.
Wenn zusätzlich noch Übersetzungsfehler passieren, ist das natürlich
doppelt ärgerlich.“
Johannes Steinhart, Vizepräsident der ÖÄK und Bundeskurienobmann
Niedergelassene Ärzte, korrigierte das Ranking: „Wenn man den
Hausarzt-Begriff korrekt anwendet, dann liegt Österreich bei der
Dichte pro 100.000 Einwohner natürlich nicht im Spitzenfeld der EU,
sondern – wenn man das vorliegende Ranking verwenden würde - im
grauen Mittelfeld im Bereich von Großbritannien oder Lettland.“ Bei
den Allgemeinmedizinern mit Kassenvertrag liege Österreich im
untersuchten Zeitraum 2016 überhaupt nur bei 42,7 Medizinern pro
100.000 Einwohner.
Solche Fehler würden allen, denen die heimische Gesundheitsversorgung
am Herzen liegt, einen Bärendienst erweisen, so Steinhart.
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