Yildirim: „Schockierende Gewalt gegen Frauen muss Konsequenzen haben“

Mehr Geld für Gewaltschutz und Prävention notwendig. Täterarbeit und Weiterentwicklung des Männlichkeitsbildes forcieren

Wien (OTS/SK) - „Die steigende Zahl an Frauenmorden in Österreich ist schockierend. Sehr oft sind die Täter dabei Partner oder Expartner. Wir wissen, dass die Phase der Trennung für Frauen besonders gefährlich ist“, schildert SPÖ-Abgeordnete Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol. „Dringend notwendig ist daher, am Männlichkeitsbild zu arbeiten. Es geht hier um ganz grundlegende Dinge wie das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. ****

Yildirim setzt sich daher für einen Ausbau der Männer- und Burschenarbeit, aber auch der Täterarbeit in Form von Anti-Gewalt-Trainings ein. „Das hat sich sehr bewährt, kommt in der Praxis aber zu wenig zum Einsatz. Notwendig ist auch mehr Geld. Einerseits für den Gewaltschutz, Beratungseinrichtungen, Prävention, Frauenhäuser und andererseits für die Täterarbeit. So können wir Leben retten.“

Kritik übt Yildirim in diesem Zusammenhang an der schwarz-blauen Bundesregierung: „Sie spart bei der Frauen- und Familienberatung und beim Gewaltschutz bleibt es trotz zahlreicher Initiativen der Opposition nur bei leeren Versprechungen. Die Konferenzen für Hochrisikofälle wurden sogar abgeschafft.“ Yildirim unterstützt die heutige Forderung von SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek sofort 3 Mio. Euro mehr für Gewaltschutz und Täterarbeit zur Verfügung zu stellen. (Schluss) up/mp

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