Marchetti: Junge Mädchen vor Zwang und sozialem Druck schützen

ÖVP-Sprecher für Studenten und Schüler: Debatte über Kopftuchverbot an Volksschulen ernsthaft fortsetzen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Mädchen sollen vor den extremen religiösen Auslegungen ihrer Eltern geschützt werden und nicht frühzeitig bereits in der Volksschule ein bestimmtes Rollenbild aufgezwungen bekommen. Wir wollen daher nach der Blockade von SPÖ und Neos im gestrigen Unterrichtsausschuss die Debatte für ein Kopftuchverbot an Volksschulen fortsetzen, etwa durch ein Expertenhearing“, so der Sprecher für Studenten und Schüler der neuen Volkspartei, Abg. Nico Marchetti, heute Donnerstag. „Integration ist eine Querschnittsmaterie. Der Wunsch nach einem allumfassenden Lösungsansatz darf nicht gegen eine unbestritten sinnvolle Maßnahme ausgespielt werden.“

Er komme selbst aus einem sogenannten Brennpunktbezirk und kenne daher die Probleme vieler Mädchen, die in streng traditionellen Familien aufwachsen, berichtete der Abgeordnete von seinen persönlichen Erfahrungen. „Das Kopftuchverbot ist ein wichtiges Signal an junge Frauen, dass die Politik nicht die Augen verschließt, sondern hinter ihnen steht.“

Marchetti verwies weiters auf die zahlreichen Aktivitäten der Regierung im Bereich der Bildung und der Integration, wie beispielsweise die Deutschförderklassen oder die Weiterentwicklung der Neuen Mittelschule. „Das geplante Kopftuchverbot an Volksschulen ist daher nur eine von vielen Maßnahmen in diesem Bereich“, schloss Marchetti.
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